Russisches Gericht blockiert Verkauf von Raiffeisen-Tochter
06.09.2024 - 12:03:41Wie die österreichische Bank mitteilte, hat ein russisches Gericht eine einstweilige VerfĂŒgung erlassen, die es der RBI verbietet, ihre Tochterbank in Russland zu verkaufen.
Der Entscheid werde die AusstiegsplĂ€ne verzögern, erklĂ€rte das Unternehmen, das zuletzt noch eine wichtige Rolle im russischen Bankensektor gespielt hatte. Die RBI werde jedoch "mit allen rechtlichen Mitteln versuchen, die heutige Gerichtsentscheidung rĂŒckgĂ€ngig zu machen", hieĂ es in der Mitteilung.
Einem RĂŒckzug aus Russland liegen aber noch andere Hindernisse im Weg. Es mĂŒsste ein KĂ€ufer gefunden werden, der nicht mit Sanktionen belegt ist. AuĂerdem wĂ€re eine Genehmigung des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin nötig.
Russland-GeschÀft bereits stark eingeschrÀnkt
Die RBI hat ihr GeschĂ€ft in Russland bereits stark eingeschrĂ€nkt. Anfang 2023 waren noch etwa 30 Prozent aller Euro- und Dollar-Transfers aus Russland im internationalen Zahlungssystem SWIFT ĂŒber die RBI gelaufen. Nun werden FremdwĂ€hrungs-Transaktionen nur noch fĂŒr einige internationale Kunden durchgefĂŒhrt, sagte ein RBI-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Wegen der hohen Zinsen in Russland erwirtschaftet die RBI dort aber immer noch viel Geld. Im ersten Halbjahr waren es 705 Millionen Euro nach Steuern - etwa die HĂ€lfte des Konzerngewinns.

