Bundesliga: Hamburger SV verlÀngert Vertrag mit Trainer Merlin Polzin langfristig
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 15:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Hamburger SV hat den Vertrag mit Trainer Merlin Polzin und seinem Trainerteam wie erwartet langfristig verlÀngert.
HSV bindet Trainerstab an den Verein
Wie der FuĂball-Bundesligist mitteilte, bleibt der 35 Jahre alte Cheftrainer ĂŒber das ursprĂŒngliche Vertragsende hinaus beim HSV. Auch Polzins Partner Loic FavĂ© sowie die Co-Trainer Richard Krohn und Max Bergmann erhielten neue Arbeitspapiere. Ăber die genaue Laufzeit machte der Verein keine Angaben, Medienberichte nennen Juni 2029 als mögliches Vertragsende.
VerlÀngerung trotz Tabellenkeller
Die Entscheidung fĂ€llt unmittelbar vor dem Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Köln. Vor dem vierten Spieltag steht der HSV nach der Bundesliga-RĂŒckkehr 2025 ohne Punkt und mit 0:12 Toren am Tabellenende, darunter zwei 0:5-Niederlagen gegen den FSV Mainz 05 und bei RB Leipzig. Trotz dieser Krise hatte sich der Verein bereits zuvor klar hinter Polzin gestellt.
Klare Linie von Trainer und Sportvorstand
Der zum Saisonende auslaufende Vertrag des gebĂŒrtigen Hamburgers wird nun verlĂ€ngert, nachdem sowohl Polzin als auch die neue SportvorstĂ€ndin Kathleen KrĂŒger wiederholt die Absicht betont hatten, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Die nun vollzogene Entscheidung bestĂ€tigt dieses gemeinsame Bekenntnis.
Aufstieg und Klassenerhalt als Vertrauensbasis
Polzin war Ende 2024 nach der Trennung von Steffen Baumgart zunĂ€chst als Interimstrainer eingesprungen und anschlieĂend zum Cheftrainer befördert worden. Im Mai 2025 fĂŒhrte er den HSV zurĂŒck in die Bundesliga und sicherte in der folgenden Saison frĂŒhzeitig den Klassenverbleib. Wie bereits im Vorjahr ist dem Club auch in der aktuellen Spielzeit der Start mit einer erneut neu zusammengesetzten Mannschaft misslungen.
Sportliche Krise und langfristiges Vertrauen
Die VertragsverlĂ€ngerung mit Merlin Polzin erfolgt in einer Phase, in der der HSV sportlich stark unter Druck steht: null Punkte und 0:12 Tore nach drei Spieltagen markieren einen extrem schwachen Start. Gleichwohl setzt die VereinsfĂŒhrung auf KontinuitĂ€t und damit auf die Person, die den Wiederaufstieg 2025 und den souverĂ€nen Klassenerhalt in der Vorsaison verantwortet hat. Das Signal ist klar: Die sportliche Leitung traut Polzin und seinem Team zu, die aktuelle Krise zu lösen, statt einen kurzfristigen Trainerwechsel zu vollziehen.
Strategische Bedeutung fĂŒr Kaderentwicklung und Vereinsstruktur
Die langfristige Bindung des gesamten Trainerstabs spricht fĂŒr einen mittel- bis langfristigen Plan im sportlichen Bereich. Da der HSV erneut mit einer neu formierten Mannschaft in die Saison gegangen ist, gewinnt StabilitĂ€t auf der Trainerposition fĂŒr die Entwicklung des Kaders an Gewicht. Ein klar definierter Zeitraum fĂŒr die Zusammenarbeit erleichtert strategische Entscheidungen im Hinblick auf Spielphilosophie, Transferpolitik und Förderung eigener Talente. Zugleich stĂ€rkt ein klares Bekenntnis zum Trainer die interne Achse zwischen Sportvorstand, Trainerteam und Mannschaft.
Signalwirkung an Fans, Umfeld und Bundesliga
FĂŒr die AnhĂ€ngerschaft und das Umfeld des HSV bedeutet die VerlĂ€ngerung, dass der Verein nicht in alte Muster schnellen Aktionismus verfĂ€llt, sondern an einer Linie festhĂ€lt. In einer Bundesliga, in der Trainerwechsel gerade nach Fehlstarts hĂ€ufig sind, setzt der HSV mit dem Vertrauen in Polzin ein Gegenmodell. Kurzfristig wird der Druck auf die Mannschaft steigen, im Heimspiel gegen den 1. FC Köln eine sportliche Antwort zu geben. Mittelfristig hĂ€ngt die Bewertung dieser Entscheidung daran, ob Polzin die Defensive stabilisieren, die Mannschaft weiterentwickeln und den Klassenverbleib erneut sichern kann.
