Israels Botschafter hĂ€lt linken Antisemitismus fĂŒr gefĂ€hrlicher
09.11.2025 - 01:00:00
Dieser sei gefÀhrlicher als der von rechts und gefÀhrlicher als der islamistische Antisemitismus, "weil er seine Absichten verschleiert", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben).
In Deutschland wisse man "im politischen und juristischen Bereich sehr gut, wie man den Antisemitismus von rechts bekÀmpft". Auch der islamistische Antisemitismus sei brandgefÀhrlich, "weil er die demokratische Ordnung wie ein trojanisches Pferd unterwandert. Damit lernt man jedoch umzugehen", so Prosor.
Aber der linke Antisemitismus bewege sich "immer an der Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Aufhetzungsfreiheit - und hat diese Grenze inzwischen deutlich ĂŒberschritten. Deshalb ist der linke Antisemitismus fĂŒr mich der gefĂ€hrlichste", sagte der Botschafter.
In Europa sehe man das den Hochschulen und Theatern. "Man gibt sich gebildet, moralisch und politisch korrekt. Aber die rote Linie dessen, was von der Meinungsfreiheit gedeckt ist, ist lĂ€ngst ĂŒberschritten". Tag fĂŒr Tag werde Israel dĂ€monisiert und delegitimiert, "die Folgen sind fĂŒr alle Juden spĂŒrbar". Noch sei es ein Skandal, dass ein israelischer Dirigent von einem Festival in Belgien ausgeladen werde, "doch die RĂ€ume des Sagbaren verschieben sich", so Prosor.


