Bundeswehr, Deutschland

Erkundungsteam der Bundeswehr fĂŒr Grönland gestartet

15.01.2026 - 12:31:50

Der Konflikt um Grönland hĂ€lt an. Die Bundeswehr schickt nun Soldaten in die Arktis. Ihr Ziel: Bedingungen fĂŒr eine mögliche UnterstĂŒtzung DĂ€nemarks bei der Sicherung in der Arktis prĂŒfen.

  • «Ziel ist, die Rahmenbedingungen fĂŒr mögliche militĂ€rische BeitrĂ€ge zur UnterstĂŒtzung DĂ€nemarks bei der GewĂ€hrleistung der Sicherheit in der Region zu erkunden, beispielsweise fĂŒr FĂ€higkeiten zur SeeraumĂŒberwachung», hatte das Verteidigungsministerium in Berlin mitgeteilt.  - Foto: Sina Schuldt/dpa

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  • Das GesprĂ€ch in Washington zu dem Konflikt um die Arktisinsel war am Mittwoch ohne Lösung zu Ende gegangen. - Foto: Moritz Frankenberg/dpa

    Moritz Frankenberg/dpa

«Ziel ist, die Rahmenbedingungen fĂŒr mögliche militĂ€rische BeitrĂ€ge zur UnterstĂŒtzung DĂ€nemarks bei der GewĂ€hrleistung der Sicherheit in der Region zu erkunden, beispielsweise fĂŒr FĂ€higkeiten zur SeeraumĂŒberwachung», hatte das Verteidigungsministerium in Berlin mitgeteilt.  - Foto: Sina Schuldt/dpaDas GesprĂ€ch in Washington zu dem Konflikt um die Arktisinsel war am Mittwoch ohne Lösung zu Ende gegangen. - Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Die Bundeswehr hat ihre Erkundungsmission fĂŒr die von den USA beanspruchte Arktisinsel Grönland gestartet. Dazu startete am Vormittag ein Transportflugzeug vom Typ A400M mit Soldaten an Bord zunĂ€chst Richtung DĂ€nemark. Laut Bundesverteidigungsministerium vom Vorabend sollten 13 Soldaten auf die zu DĂ€nemark gehörende Insel geschickt werden.

«Es geht darum, die Möglichkeiten der GewĂ€hrleistung der Sicherheit mit Blick auf russische und chinesische Bedrohungen in der Arktis zu eruieren», teilte das Ministerium nach dem Abflug mit. Dies erfolge auf Einladung und unter der FĂŒhrung des BĂŒndnispartners DĂ€nemark. «Ziel ist es, dass wir uns ein fundiertes Bild vor Ort verschaffen, fĂŒr weitere GesprĂ€che und Planungen innerhalb der Nato.» 

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erklĂ€rte: «Russland und China nutzen die Arktis zunehmend militĂ€risch und stellen damit die Freiheit der Verkehrs-, Kommunikations- und Handelswege infrage.» Die Nato werde dies nicht zulassen und weiterhin fĂŒr die regelbasierte internationale Ordnung eintreten. «Entscheidend ist fĂŒr mich, dass wir uns bei der gemeinsamen Erkundung in Grönland unter dĂ€nischer FĂŒhrung innerhalb der Nato, insbesondere mit unseren US-Partnern, sehr gut abstimmen.»

Nach Bundeswehrangaben sollte die Maschine zunĂ€chst ins dĂ€nische Karup fliegen, wo sich ein großer MilitĂ€rflugplatz befindet. DĂ€nemark hat demnach angeboten, mit seinem Erkundungsteam und weiteren Partnern morgen gemeinsam nach Grönland zu fliegen. Dies werde mit einem zivilen dĂ€nischen Flugzeug geschehen. «Aus unserer Sicht ist der gemeinsame Flug ein starkes Zeichen unserer Geschlossenheit», hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Berlin.

Deutschland und weitere europÀische LÀnder unternehmen damit nach erfolglosen KrisengesprÀchen zwischen den USA, DÀnemark und Grönland einen mehrtÀgigen militÀrischen Erkundungseinsatz auf der Arktisinsel. Das GesprÀch in Washington zu dem Konflikt hatte am Vortag keine Lösung gebracht.

Im November hatte die Marine die erste Maschine des neuen SeefernaufklĂ€rers vom Typ P-8A «Poseidon» in den Dienst genommen. Mit dem Flugzeug ist die Besatzung in der Lage, große Seegebiete zu ĂŒberwachen, Schiffsbewegungen zu verfolgen und U-Boote mit Radar sowie akustischen und optischen Systemen zu orten.

@ dpa.de