Schweitzer, Wahl

Schweitzer sieht breite Mehrheit fĂŒr Wahl einer BundesprĂ€sidentin

22.04.2025 - 18:25:06

Der MinisterprĂ€sident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer (SPD) sieht eine "breite Mehrheit" in der Gesellschaft fĂŒr seinen Vorschlag, erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik eine Frau in das höchste Staatsamt zu wĂ€hlen.

"Ich kann mir vorstellen, dass es fĂŒr diesen Vorschlag eine breite Mehrheit gibt, nicht nur in der Politik, nicht nur in der Regierung oder im Bundestag, im Bundesrat, sondern insgesamt in Deutschland", sagte Schweitzer dem TV-Sender "Welt" am Dienstag. "Und deshalb freue ich mich auf die Debatte und bin mir sicher, es ist eine kluge Debatte, deshalb, weil sie natĂŒrlich auch die Frage damit beantwortet: Welche AnsprĂŒche haben wir denn an die oberste ReprĂ€sentantin unseres Volkes, unseres Staates?" Eine BundesprĂ€sidentin hĂ€tte "eine hohe Symbolkraft" und "auch die Verantwortung, dem Land immer wieder auch VorschlĂ€ge zur Orientierung zu geben und die Gesellschaft zusammenzuhalten", so Schweitzer. "Und ich finde, dafĂŒr werden wir ganz bestimmt qualifizierte, hervorragende Frauen in Deutschland finden." Das Argument, es solle bei der Auswahl fĂŒr das höchste Amt nur um Kompetenz und nicht um Geschlecht gehen, will Schweitzer nicht gelten lassen.

"Frauen sind kompetent, sind befĂ€higt, in allen Bereichen der Gesellschaft Verantwortung zu ĂŒbernehmen. Sie tun es tagtĂ€glich und ich finde, deshalb sollten sie es auch an der Spitze unseres Landes tun, an der Spitze unseres Staates tun", sagte Schweitzer. Außerdem stelle sich die Frage, ob es denn bei MĂ€nnern im Amt immer nur um Kompetenz alleine gegangen sei. Er fragte, ob immer nur die Qualifikation und die BefĂ€higung eine Rolle gespielt habe oder es "mĂ€nnlich dominierten Strukturen einfach nur eingefallen ist, einen Mann zu wĂ€hlen". Da sei man doch weit darĂŒber hinaus in der gesellschaftlichen Entwicklung, erklĂ€rte der SPD-Politiker. "Und darum mache ich mich so stark dafĂŒr, dass an die Spitze unseres Landes, an die Spitze unseres Staates eine Frau als erste ReprĂ€sentantin kommt." Eine BundesprĂ€sidentin könne "die Gesellschaft nach vorne bringen kann", so Schweitzer. "Wir mĂŒssen nun wirklich auch fĂŒr uns mal erkennen, dass wenn zwölf BundesprĂ€sidenten nacheinander alles MĂ€nner im Amt waren, dann ist die Zeit nicht nur reif, sondern ĂŒberreif, dass die andere HĂ€lfte der Gesellschaft, nĂ€mlich die Frauen, endlich auch zum Zug kommt, um unser Land zu reprĂ€sentieren", sagte Schweitzer. "Ich glaube, das ist ja tatsĂ€chlich ein gutes Signal, nicht nur in die Politik, sondern in die Gesellschaft insgesamt."

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