ROUNDUP, Nato-GeneralsekretÀr

Neuer Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte zu Besuch in Kiew

03.10.2024 - 13:43:52

Der neue Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte besucht nur zwei Tage nach seinem Amtsantritt die Ukraine.

Das Land mĂŒsse weiter in seinem Kampf gegen Russland unterstĂŒtzt werden, weil "ihre Sicherheit fĂŒr unsere Sicherheit wichtig ist", sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Gemeinsam habe man die Bereiche erörtert, in denen die Ukraine weitere UnterstĂŒtzung benötige und die Art und Weise, in der die Nato daran arbeite, diese zu leisten. Das BĂŒndnis stehe an der Seite der Ukraine.

Rutte betonte zudem, dass die Ukraine der Nato nÀher sei als je zuvor. Das Land werde diesen Weg fortsetzen, bis es Mitglied der Nato werde. Selenskyj unterstrich in einem Beitrag auf X, dass das wichtigste Ziel der Ukraine sei, ein vollwertiges Mitglied der Allianz zu werden.

Der ehemalige niederlĂ€ndische MinisterprĂ€sident Rutte ĂŒbernahm den Posten des Nato-GeneralsekretĂ€rs am Dienstag vom Norweger Jens Stoltenberg, der rund zehn Jahre im Amt war. Rutte war im FrĂŒhsommer von den 32 Nato-Mitgliedstaaten auserwĂ€hlt worden. Er soll den Spitzenposten mindestens vier Jahre innehaben, danach könnte sein Mandat erneuert werden.

Besuch als wichtiges Signal

Der Besuch von Rutte ist ein wichtiges Signal fĂŒr Kiew. Ruttes VorgĂ€nger Stoltenberg warb in der Vergangenheit beharrlich fĂŒr eine grĂ¶ĂŸtmögliche UnterstĂŒtzung der Ukraine mit westlichen Waffensystemen. Die Ukraine kann darauf hoffen, dass Rutte diesen Kurs fortsetzt.

Rutte hatte schon vor seinem Amtsbeginn bei der Nato mehrfach klargemacht, dass die Ukraine westliche Waffensysteme aus seiner Sicht ohne EinschrĂ€nkungen gegen Russland nutzen können sollte. So wurde in seiner Amtszeit als MinisterprĂ€sident der Niederlande auch beschlossen, der Ukraine niederlĂ€ndische F-16-Kampfflugzeuge zur VerfĂŒgung zu stellen. Unter BerĂŒcksichtigung der Wirtschaftskraft gehörten die Niederlande unter seiner FĂŒhrung auch zu den LĂ€ndern, die die Ukraine am stĂ€rksten militĂ€risch unterstĂŒtzten.

@ dpa.de