Merz, Rechtsbruch

Weil wirft Merz Rechtsbruch und Tabubruch vor

30.01.2025 - 12:48:32

Der niedersĂ€chsische MinisterprĂ€sident Stephan Weil (SPD) hat CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz nach der Abstimmung im Deutschen Bundestag ĂŒber eine verschĂ€rfte Migrationspolitik scharf kritisiert.

"Friedrich Merz muss sich vorwerfen lassen, einen Wortbruch, einen Rechtsbruch und einen Tabubruch begangen zu haben", sagte Weil der Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung (Freitagausgabe) und sprach von einem "schwarzen Tag fĂŒr die Demokratie". Zum ersten Mal hĂ€tten "radikale KrĂ€fte" eine Mehrheit im Bundestag beeinflussen können, obwohl "Friedrich Merz selbst versprochen hatte, dass es keine Entscheidung geben werde, die nur mithilfe der AfD erfolgen kann", sagte der niedersĂ€chsische SPD-Landeschef. "Genau das aber ist gestern geschehen." Die VorschlĂ€ge von Merz seien "in weiten Teilen rechtswidrig", so Weil.

"Insbesondere widersprechen sie dem Recht der EuropĂ€ischen Union." Das wĂŒrden auch viele Unionsabgeordneten nicht mehr bestreiten, behauptete der MinisterprĂ€sident. Es sei "verstörend" gewesen, "wie nach der gestrigen Abstimmung die Mitglieder der Unionsfraktionen peinlich betreten zu Boden geblickt haben, wĂ€hrend die der AfD gefeiert haben", sagte Weil weiter. Merz habe der AfD "einen Triumph verschafft" und "ein Fest bereitet". Gestern war ein Antrag der Union zur VerschĂ€rfung der Migrationspolitik im Bundestag unter anderem mit Stimmen der AfD-Fraktion angenommen worden. Im Antrag wird unter anderem die umfassende ZurĂŒckweisung von Asylsuchenden an den deutschen Grenzen gefordert.

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