NRW will Karlsruhe besser vor Verfassungsfeinden schĂŒtzen
04.02.2024 - 13:42:22 | dts-nachrichtenagentur.de"Wir sehen in anderen LĂ€ndern wie Polen oder Ungarn: Wenn extreme oder populistische Regierungen ans Ruder kommen, dann versuchen sie als erstes, auf das Verfassungsgericht Einfluss zu nehmen." Die BundeslĂ€nder schlĂŒgen unter anderem in den Artikel 93 und 94 des Grundgesetzes "einige wenige, aber Ă€uĂerst effiziente Ănderungen" vor. "Wir wollen zum Beispiel auch die Bindungswirkung verfassungsgerichtlicher Entscheidungen vom Bundesverfassungsgerichtsgesetz hochziehen ins Grundgesetz. Neu ist auch unser Ansatz, eine mögliche Blockade bei der Wahl von Bundesverfassungsrichtern zu verhindern. Unser Vorschlag ist: Wenn binnen eines Jahres eine vakante Stelle nicht durch das eigentlich zustĂ€ndige Wahlorgan, sprich Bundestag oder Bundesrat, besetzt wird, dann wechselt die ZustĂ€ndigkeit zum jeweils anderen Wahlorgan", so der nordrhein-westfĂ€lische Justizminister. Zudem schlĂŒgen die LĂ€nder vor, auch das Bundesverfassungsgerichtsgesetz zu einem zustimmungspflichtigen Gesetz zu machen. "Das heiĂt, jede Ănderung dieses Gesetzes durch den Bundestag soll kĂŒnftig im Bundesrat zustimmungspflichtig werden. Wir wollen das Verfassungsgericht also nicht nur im Grundgesetz, sondern auch noch mal auf der einfachgesetzlichen Ebene absichern", sagte Limbach der FAZ. Es gehe darum, das unabhĂ€ngige Bundesverfassungsgericht krisenfester zu machen. Der Charme der LĂ€nder-VorschlĂ€ge sei, "dass es sich um ganz wenige Ănderungen handelt, die aber eine unheimlich starke Wirkung haben und geeignet sind, unseren demokratischen Rechtsstaat sehr gut zu schĂŒtzen".
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