Habecks, StaatssekretÀr

Habecks StaatssekretÀr rechnet nicht mehr mit Klimageld 2025

03.02.2024 - 13:49:43

Der Parlamentarische StaatssekretĂ€r im Wirtschaftsministerium, Michael Kellner (GrĂŒne), rechnet nicht damit, dass die Bundesregierung ab 2025 ein Klimageld auszahlen kann.

Der Auszahlungsmechanismus mĂŒsse einwandfrei funktionieren und es brauche das nötige Geld dafĂŒr, sagte er dem Nachrichtenportal T-Online. "Das sehe ich fĂŒr den Haushalt 2025 mit all seinen ZwĂ€ngen nicht." Zuletzt war 2025 in der Ampelkoalition als mögliches Startdatum diskutiert worden.

Kellner geht davon aus, dass im nĂ€chsten Bundestagswahlkampf ĂŒber das beste Konzept fĂŒr das Klimageld gestritten wird. Er plĂ€diert dafĂŒr, dass die GrĂŒnen von ihrem Konzept einer Pro-Kopf-Pauschale abrĂŒcken. "Ich finde, wir sollten nach der Debatte ums Heizungsgesetz darĂŒber nachdenken, ob es nicht klĂŒgere Modelle gibt", sagte Kellner. "Ein Klimageld, das zwischen Stadt und Land gestaffelt ist, finde ich eine kluge Idee", sagte der GrĂŒnen-Politiker und verwies auf das Beispiel Österreich. Dort sei das Argument: "Wer einen guten öffentlichen Nahverkehr hat, braucht weniger Ausgleichszahlungen." Auch eine soziale Staffelung, wie sie die SPD zuletzt gefordert hat, kann er sich vorstellen: "Es wĂ€re auch denkbar, höhere Summen an Menschen mit geringerem Einkommen zu zahlen." Zudem kritisierte Kellner die ostdeutschen Kohle-BundeslĂ€nder in der Debatte um einen frĂŒheren Kohleausstieg. "Sie stecken den Kopf in den Sand", sagte er. Die Bundesregierung sei bereit, mit den LĂ€ndern ĂŒber einen Kohleausstieg 2030 zu reden. "Die wollen das aber nicht. Ihnen fehlt die Kraft, weil sie fĂŒrchten, dass es Aufregung und Unmut erzeugt." Kellner ergĂ€nzte, es werde ohnehin einen marktgetriebenen Kohleausstieg geben. "Der Drops ist gelutscht. Kohlekraftwerke werden sich lange vor 2038 am Markt nicht mehr rechnen." Einfach zuzuschauen, habe aber zwei Nachteile: "Die Sozialleistungen fĂŒr die BeschĂ€ftigten hĂ€ngen an einem geregelten Kohleausstieg. Die LĂ€nder haben zusĂ€tzlich das Problem, wie sie mit den Ewigkeitslasten der Braunkohle umgehen, also den Folgekosten des Bergbaus. Da kann es ein böses Erwachen geben."

@ dts-nachrichtenagentur.de