Opposition kritisiert ReformplĂ€ne fĂŒr den Bundesnachrichtendienst
03.02.2026 - 15:27:37Zwar lobte er grundsĂ€tzlich die geplante Reform der Nachrichtendienste, doch die Regierung handle dabei zu langsam und intransparent. "Beim Recht der Nachrichtendienste gab es keinen Herbst der Reform, sondern es gibt einen gesetzgeberischen Stillstand im Winter", sagte der GrĂŒnen-Politiker.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Clara BĂŒnger, stellte sich gegen das Vorhaben. "Wer gleichzeitig Speicherfristen verlĂ€ngern und Kontrollgremien reduzieren will, handelt fahrlĂ€ssig und demokratieblind", sagte BĂŒnger. Sie warnte vor zu viel Tempo bei der BND-Reform, die Frei noch in diesem Jahr abschlieĂen will. "Ein Gesetz, das den Dienst mĂ€chtiger macht und die Aufsicht schwĂ€cht, wird am Ende nicht mehr Sicherheit bringen, sondern weniger Demokratie."
Wolfgang Kubicki (FDP), frĂŒherer VizeprĂ€sident des Bundestages, hĂ€lt die PlĂ€ne fĂŒr verfassungswidrig. "Das Trennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten infrage zu stellen und dem BND zugleich zusĂ€tzliche Befugnisse im Inland einzurĂ€umen, ist ein schwerer politischer Tabubruch und nach meiner Auffassung klar verfassungswidrig", sagte der FDP-Vize. "Ganz praktisch betrachtet chaotisiert Frei mit seinen Vorstellungen, dem BND militĂ€rische oder polizeiliche Befugnisse einzurĂ€umen, die deutsche Sicherheitsarchitektur, statt sie zu ordnen."


