Deutscher, PalÀstinenser-Vertreter

Deutscher PalĂ€stinenser-Vertreter fordert Waffenstopp fĂŒr Israel

07.10.2024 - 01:00:00

Der PrÀsident der Deutsch-PalÀstinensischen Gesellschaft fordert die Bundesregierung auf, keine Waffen mehr an Israel zu liefern.

"Die Entscheidung Frankreichs, die Waffenlieferung an Israel zu stoppen, ist ein ĂŒberfĂ€lliger Schritt zur Beendigung von Krieg und Gewalt. Auch von der Bundesregierung und den USA erwarte ich einen Ă€hnlichen Entschluss", sagte Nazih Musharbash der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Montagausgabe). Nur dadurch werde man Netanyahu veranlassen können, "diplomatische Wege und GesprĂ€che fĂŒr einen umfassenden Frieden statt KriegsfĂŒhrung zu verfolgen".

Von Bundeskanzler Olaf Scholz erwartet der langjĂ€hrige SPD-Politiker Musharbash "diplomatischen Druck sowohl auf Iran als auch auf Israel und den strikten Einhalt des universalen Völkerrechts". Der PrĂ€sident der Deutsch-PalĂ€stinensischen Gesellschaft sagte der NOZ: "In der deutschen Nahostpolitik nehme ich eher einen Hang zur Doppelmoral wahr. WĂŒrde man Israel als einen normalen Staat behandeln, dann wĂŒrde man eher in der Lage sein, seine stĂ€ndigen Verletzungen des Völkerrechts zu registrieren". Musharbash hob hervor: "Die Bundesregierung, die zurzeit nur noch die israelische Haltung vertritt", mĂŒsse mehr Verantwortung fĂŒr die PalĂ€stinenser ĂŒbernehmen. Es gehe zudem nicht an, dass PalĂ€stinenser, die sich gegen Besatzung und Heimatverlust wehrten und sich fĂŒr Frieden und Freiheit aussprĂ€chen, zwangslĂ€ufig als Israel-Hasser, Antisemiten oder gar Terroristen bezeichnet wĂŒrden.

@ dts-nachrichtenagentur.de