Rukwied, Unterwanderung

Rukwied sieht keine Unterwanderung der Bauern-Proteste von rechts

09.01.2024 - 18:10:41

Der PrÀsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sieht keine Unterwanderung der Bauernproteste durch Rechtsextreme.

"Die Unterwanderung gab es nicht", sagte er dem TV-Sender "Welt" am Dienstag. "Die wird es auch nicht geben und das ist fĂŒr mich das Entscheidende." Man habe sich "in aller Deutlichkeit davon abgegrenzt", so Rukwied.

Beispielsweise habe der sĂ€chsische Landesverband die fĂŒr Montag geplante Großdemo in Dresden auf Mittwoch verschoben, um auch ein klares Signal gegen rechts zu setzen. Der VerbandsprĂ€sident hĂ€lt das Angebot der Ampel-Regierung an die Bauern fĂŒr nicht akzeptabel und sieht darin einen Wettbewerbsnachteil fĂŒr die deutschen Bauern. "Es ist unzureichend, denn am Ende hĂ€tten wir dann in drei Jahren neben den Niederlanden den höchsten Steuersatz in der EU. Die Belgier, Luxemburger fahren steuerfrei und das wĂ€re ein erheblicher Wettbewerbsnachteil fĂŒr unsere Bauern im gemeinsamen Europa und deshalb muss der Vorschlag zurĂŒckgenommen werden", so Rukwied. UnterstĂŒtzung erhofft sich der PrĂ€sident des Bauernverbandes durch die SPD-MinisterprĂ€sidenten Schwesig und Weil, da diese aus FlĂ€chenlĂ€ndern kommen. "Sie wissen was fĂŒr negative Auswirkungen das hĂ€tte, haben sich hinter uns gestellt", sagte der Verbandsvertreter. "Und wir sind natĂŒrlich in GesprĂ€chen auch mit den Parlamentariern, mit der Bundesregierung im Hinblick auf eine RĂŒcknahme dieser SteuererhöhungsvorschlĂ€ge." Die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland wurden 2021/22 durchschnittlich mit insgesamt rund 47.600 Euro gefördert. Die Agrardieselsubventionen, die nach den PlĂ€nen der Bundesregierung in den kommenden Jahren schrittweise abgebaut werden sollen, betragen im Schnitt fast 2.900 Euro pro Betrieb. Wie einschneidend die KĂŒrzungen sind, ist von zahlreichen Faktoren abhĂ€ngig, wie beispielsweise der GrĂ¶ĂŸe eines Hofs und der Art der Bewirtschaftung. Die KĂŒrzung von Agrarsubventionen hat unter anderem der Bundesrechnungshof angeregt. Im RechnungsprĂŒfungsausschuss des Bundestages haben sich alle Fraktionen fĂŒr ein Ende der Zahlungen ausgesprochen.

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