Fratzscher warnt Unternehmer vor NĂ€he zur AfD
04.04.2026 - 11:12:49 | dts-nachrichtenagentur.deEr bezeichnete die AfD als "eine Gefahr fĂŒr Wirtschaft, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt". Unternehmen seien auf offene MĂ€rkte und verlĂ€ssliche Regeln angewiesen, die die AfD jedoch "durch Abschottung und rechtspopulistische Spaltung untergraben" wolle.
Fratzscher appellierte an Firmenchefs, nicht nur kurzfristige Eigeninteressen zu verfolgen. "Gerade in Zeiten, in denen demokratische Institutionen unter Druck geraten, braucht es wirtschaftliche Akteure, die Haltung zeigen, Orientierung geben und sich klar gegen Ausgrenzung, Autoritarismus und demokratiefeindliche KrÀfte stellen", sagte er.
Knut Bergmann, Leiter des Berliner BĂŒros des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), sieht wachsende Unzufriedenheit als ErklĂ€rung fĂŒr AfD-Sympathien einzelner Unternehmer. "Der Frust ist einfach riesengroĂ", sagte er dem "Handelsblatt". Viele Betriebe hĂ€tten den Eindruck, "dass notwendige Reformen ausbleiben". Eine breite UnterstĂŒtzung der Wirtschaft fĂŒr die AfD sieht Bergmann dennoch nicht: "Ich halte das nach wie vor fĂŒr eine Randerscheinung." Problematisch werde es erst, "wenn die AfD Regierungsverantwortung bekĂ€me oder ihre Positionen von anderen Parteien ĂŒbernommen wĂŒrden".
Unternehmen, die der AfD kritisch gegenĂŒberstehen, empfiehlt Bergmann, die Sorgen der BeschĂ€ftigten ernst zu nehmen. "Sachliche Argumente ohne erhobenen Zeigefinger sind oft ĂŒberzeugender als pauschale Warnungen", sagte er.
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