St.-Pauli-Chef: Mehr Champions-League-Geld fĂŒr kleine Clubs
06.12.2024 - 13:27:41St.-Pauli-PrĂ€sident Oke Göttlich fordert eine andere Verteilung bestimmter Medieneinnahmen im deutschen ProfifuĂball. Nach dem neuen Milliarden-Deal der Deutschen FuĂball Liga geht es dem DFL-PrĂ€sidiumsmitglied aber nicht um einen verĂ€nderten VerteilerschlĂŒssel fĂŒr die nationalen TV-Gelder, sondern um eine Umverteilung der internationalen Einnahmen.
«Die Erlöse aus den internationalen Wettbewerben machen den nationalen Wettbewerb kaputt», sagte Göttlich dem «Kicker». Konkret schlĂ€gt der 49-JĂ€hrige vor, dass alle anderen Clubs noch stĂ€rker als bisher an den Millionen beteiligt werden, die Topvereine wie Bayern MĂŒnchen und Borussia Dortmund in der Champions League und im nĂ€chsten Jahr auch bei der neuen Club-WM verdienen. «Es ist der einzige Topf, der noch mal mehr Ungerechtigkeit bringt», sagte der PrĂ€sident des Bundesliga-Aufsteigers FC St. Pauli.
«Wir mĂŒssen mindestens eine Angleichung dieser Mehrerlöse aus dem internationalen Sektor national realisieren. Sonst laufen uns die europĂ€ischen Teilnehmer weg und betonieren den Status quo», sagte Göttlich. «Es geht hier auch nicht um Arm gegen Reich oder um Neid, sondern darum, dass die Bundesliga in mehrere Segmente zersplittert ist. Dementsprechend vorhersehbar ist das Tabellenbild.»


