NRW-Kommunen kritisieren SozialtrÀger scharf
22.06.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deStockhoff sagte der "Rheinischen Post" (Montagausgabe) mit Blick auf die Jugendhilfe: "Wir brauchen hier eine auskömmlichere Finanzierung und eine stĂ€rkere Kostenkontrolle. Es gibt einige TrĂ€ger, die innerhalb von fĂŒnf Jahren 60 Prozent mehr fĂŒr die gleiche Leistung verlangen." Das sei weder durch TarifabschlĂŒsse noch durch Inflation gerechtfertigt. Bei einigen Anbietern herrsche "GoldgrĂ€berstimmung". Das liege auch daran, dass es schlicht zu wenig PlĂ€tze gebe. Deswegen könnten TrĂ€ger den Preis bestimmen.
Die Finanzsituation der Kommunen bezeichnete Stockhoff als desaströs. Die Kommunen seien wie ein sinkendes Schiff mit einem groĂen Loch im Rumpf, das schnell gröĂer werde. Das Loch stehe fĂŒr die wachsenden, vom Bund ĂŒbertragenen kostentreibenden Aufgaben - insbesondere im Sozialbereich. Bund und LĂ€nder rĂ€ngen gerade darum, wie sie den Kommunen mit der Altschuldenhilfe und dem NRW-Plan fĂŒr gute Infrastruktur Pumpen in die Hand geben könnten, um das Wasser abzupumpen. Zugleich mĂŒsse aber das gröĂer werdende Loch geschlossen werden.
Die Altschuldenhilfe des Landes bezeichnete Stockhoff als "unzweifelhaft wichtig". Seine Stadt könne sich damit eineinhalb, maximal zweieinhalb Jahre lĂ€nger ĂŒber Wasser halten. "Selbst wenn der Bund endlich seinen Teil der Altschuldenhilfe leistet, bringt uns das nur ein paar Jahre weiter. Die Bundeskomponente fĂ€llt viel zu bescheiden aus."
