Zentralrat, Juden

Zentralrat der Juden: Kein Ansprechpartner fĂŒr Zwei-Staaten-Lösung

26.10.2023 - 00:00:00

Der PrĂ€sident des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, sieht keine Grundlage fĂŒr den Appell an Israel, ĂŒber eine Zwei-Staaten-Lösung mit den PalĂ€stinensern zu sprechen.

"Die Terrororganisation Hamas hat nicht nur im Gaza-Streifen eine absolute Machtstellung, sondern erfĂ€hrt auch eine breite UnterstĂŒtzung aus dem Westjordanland", sagte Schuster dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben). "Herr Heusgen sollte vor diesem Hintergrund darstellen, wen er denn ĂŒberhaupt fĂŒr Israel als Demokratie als ernstzunehmenden Ansprechpartner auf palĂ€stinensischer Seite fĂŒr eine Zwei-Staaten-Lösung sĂ€he."

Der Chef der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz und frĂŒhere UN-Botschafter, Christoph Heusgen, hatte im ZDF gesagt: "Es muss zu einer diplomatischen Lösung kommen." Es gehe zunĂ€chst um die Befreiung aller von der Terrormiliz Hamas in den Gazastreifen verschleppten Geiseln. Danach mĂŒsse man "zurĂŒckkehren zur Zwei-Staaten-Lösung, die geltendes Recht ist". Ähnlich wie Schuster Ă€ußerte sich der frĂŒhere CDU-Vorsitzende Armin Laschet. Er sagte dem RND: "Eine Zwei-Staaten-Lösung ist nach wie vor wĂŒnschenswert. Aber wer sollen die Akteure im Gazastreifen sein? Wo sind die friedlichen, demokratischen KrĂ€fte?" Man mĂŒsse die gesamte Struktur der Hamas zerschlagen. Sie sei nicht nur eine Gefahr fĂŒr Israel, sondern auch fĂŒr die PalĂ€stinenser, die die Leidtragenden der Terror-Herrschaft seien und auch fĂŒr die arabischen Nachbarstaaten und den Westen. Er unterstĂŒtzte den "sehr guten Vorschlag" von Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron, eine internationale militĂ€rische Allianz gegen die Hamas zu grĂŒnden wie zuvor gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat". Nach diesem Krieg ist es wĂŒnschenswert, dass Netanjahu die jetzige Notstandsregierung mit den KrĂ€ften der Opposition fortfĂŒhrt und die rechten Hardliner rauswirft.

@ dts-nachrichtenagentur.de