Aktivisten, Hof

Aktivisten besetzen Hof der FU Berlin: SolidaritÀt mit Gaza

07.05.2024 - 13:14:28

Der Protest gegen Terror und Krieg im Nahen Osten ist auch an deutschen Hochschulen angekommen. Nun haben Aktivisten einen Hof der Freien UniversitÀt Berlin besetzt. Die Polizei soll reagieren.

  • Die Freie UniversitĂ€t Berlin kĂŒndigte ein rasches Vorgehen an. - Foto: Monika Skolimowska/dpa

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  • PropalĂ€stinensische Aktivisten haben einen Hof der Freien UniversitĂ€t in Berlin besetzt. - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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  • Eine Frau hĂ€lt eine Israelflagge aus dem Fenster: Die propalĂ€stinensische Demonstration auf dem Theaterhof der Freien UniversitĂ€t Berlin wird von Polizisten beobachtet. - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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Die Freie UniversitĂ€t Berlin kĂŒndigte ein rasches Vorgehen an. - Foto: Monika Skolimowska/dpaPropalĂ€stinensische Aktivisten haben einen Hof der Freien UniversitĂ€t in Berlin besetzt. - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpaEine Frau hĂ€lt eine Israelflagge aus dem Fenster: Die propalĂ€stinensische Demonstration auf dem Theaterhof der Freien UniversitĂ€t Berlin wird von Polizisten beobachtet. - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Bei der Besetzung eines Hofs der Freien UniversitÀt Berlin haben propalÀstinensische Aktivisten SolidaritÀt mit Gaza gefordert. Rund 100 Personen bauten Zelte im Theaterhof der Hochschule im Stadtteil Dahlem auf.

«Wir besetzen die Freie UniversitĂ€t Berlin», hieß es in einer Ansprache. Dies geschehe in SolidaritĂ€t mit dem palĂ€stinensischen Volk. Kritisiert wurde das Vorgehen der israelischen Armee in Gaza. Dies erfordere sofortige Reaktionen und internationale SolidaritĂ€t, hieß es zur BegrĂŒndung des Protests.

Parolen wie «Viva, viva, PalÀstina!» waren zu hören. Auf Plakaten wurde zum Streik als Form des Widerstands aufgerufen. Fahnen mit den palÀstinensischen Farben waren zu sehen.

Polizei begleitet Demonstranten von GelÀnde

Die Polizei hat inzwischen mit ersten Maßnahmen begonnen. Sie sicherte das GelĂ€nde mit starken KrĂ€fte und begann am frĂŒhen Nachmittag, einzelne Gruppen Demonstrierender vom GelĂ€nde zu begleiten. Zuvor hatten die Beamten dafĂŒr gesorgt, dass keine weitere UnterstĂŒtzung zu den Aktivisten gelangen konnte.

Die Aktivisten wurden ĂŒber eine Durchsage der Polizei aufgefordert, die Besetzung zu beenden und das GelĂ€nde zu rĂ€umen. Die UniversitĂ€t kĂŒndigte zuvor ein rasches Vorgehen an. «Die FU hat die RĂ€umung angeordnet und die Polizei gerufen», sagte eine Sprecherin. Hintergrund ist das beispiellose Massaker mit mehr als 1200 Toten, das Terroristen der Hamas und anderer Gruppen am 7. Oktober in Israel verĂŒbt hatten.

Proteste in den USA

Am Freitag hatten Aktivisten an der Humboldt-UniversitÀt in Berlin protestiert. Rund 150 Menschen waren laut Polizei zu einer nicht angemeldeten Kundgebung zusammengekommen. Die Protestierenden forderten einen Hörsaal als Kundgebungsort, dem die UniversitÀtsleitung nicht stattgab. In der Folge leitete die Polizei 37 Ermittlungsverfahren ein wegen möglicher FÀlle von Volksverhetzung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

In den USA gibt es seit mehr als zwei Wochen an zahlreichen UniversitĂ€ten Proteste gegen den israelischen MilitĂ€reinsatz gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen und fĂŒr SolidaritĂ€t mit den dort lebenden PalĂ€stinensern. Kritiker werfen insbesondere dem radikalen Teil der Protestbewegung Antisemitismus und die Verharmlosung der Terrororganisation Hamas vor. Medienberichten zufolge sind in dem Zusammenhang 2000 Menschen festgenommen worden.

Hintergrund ist das beispiellose Massaker mit mehr als 1200 Toten, das Terroristen der Hamas und anderer Gruppen am 7. Oktober in Israel verĂŒbt hatten.

@ dpa.de