Kretschmer, Wechsel

Kretschmer verlangt grundlegenden Wechsel in Migrationspolitik

28.06.2024 - 01:00:00

Der sÀchsische MinisterprÀsident Michael Kretschmer (CDU) drÀngt die Bundesregierung zu einem "grundlegenden Wechsel" in der Migrationspolitik.

"Wir können bundesweit im Jahr etwa 50.000 FlĂŒchtlinge aufnehmen", sagte er der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung". "Wir mĂŒssen weg von den 300.000 und mehr, auf die wir auch in diesem Jahr wieder zusteuern." Dazu mĂŒssten Gesetze geĂ€ndert werden und man mĂŒsste parteiĂŒbergreifend zusammenarbeiten.

"Es wĂ€re ein Schaden fĂŒr die Demokratie, wenn das nicht gelingt", warnte Kretschmer. Er sieht keine Möglichkeit mehr, die Hinzukommenden zu integrieren. "Das fĂ€ngt bei Kita- und SchulplĂ€tzen an und fĂŒhrt bis zu den KriminalitĂ€tsstatistiken, die manche Parteien zu lange ignoriert haben." Die Strategie der Ampel-Koalition schwĂ€che "das Fundament unserer Demokratie". "Vor einem Jahr hatte man noch den Eindruck, dass diese Regierung bereit ist, Fehlentwicklungen gemeinsam zu korrigieren. Jetzt nicht mehr. Mittlerweile mauert sich die Ampel-Koalition ein und fordert von anderen, sich von der AfD zu distanzieren", kritisierte Kretschmer. "Der traurige Höhepunkt war der Europawahlkampf der SPD gegen Rechts. Zuerst mit der eigenen Politik diese Proteststimmung zu verursachen und dann plötzlich den Spieß umzudrehen und zum Kampf gegen Rechts aufzurufen, das treibt die Leute doch in die Arme der Populisten", sagte er der NOZ.

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