Kassen, Verbot Kassen fordern Verbot der Bevorzugung von Privatversicherten
26.12.2024 - 00:29:25
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen fordert die nĂ€chste Bundesregierung auf, die Bevorzugung von Privatversicherten gegenĂŒber Kassenpatienten bei der Terminvergabe gesetzlich zu unterbinden.
"Wer echte Gleichbehandlung will, sollte dafĂŒr sorgen, dass bei der Terminvergabe nicht mehr danach gefragt werden darf, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist", sagte die stellvertretende Verbandschefin Stefanie Stoff-Ahnis dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Wenn Sie auf ein Buchungsportal gehen und als gesetzlich Versicherte einen Facharzttermin suchen, bekommen Sie einen in 6 Wochen oder noch spĂ€ter angeboten. Klicken Sie dagegen "Privatpatient" an, klappt es schon am nĂ€chsten Tag", beklagte sie.
"Die Diskriminierung der gesetzlich Versicherten gegenĂŒber Privatpatienten bei der Terminvergabe werden wir nicht lĂ€nger hinnehmen", sagte Stoff-Ahnis.
"90 Prozent der Menschen in Deutschland sind gesetzlich versichert. Da ist es mehr als gerechtfertigt, dass es kĂŒnftig bei der Terminvergabe zu 100 Prozent um die medizinische Notwendigkeit geht und nicht darum, ob jemand GKV- oder PKV-versichert ist", betonte die VorstĂ€ndin.
Sie forderte unabhĂ€ngig von einem möglichen Diskriminierungsverbot bei der Terminvergabe eine gesetzliche Verpflichtung fĂŒr alle Arztpraxen, freie Termine tagesaktuell einem Onlineportal zur VerfĂŒgung zu stellen, auf das die gesetzlichen Kassen und die KassenĂ€rztlichen Vereinigungen zugreifen können. "Anhand dieses Portals können dann insbesondere auch Krankenkassen Termine fĂŒr ihre Versicherten vermitteln. Damit kann dann ein diskriminierungsfreier Zugang zu den Arztpraxen gewĂ€hrleistet werden", erklĂ€rte sie.