Expertenrat: Verkehrssektor in Deutschland hat Klimaziel 2023 deutlich gerissen
15.04.2024 - 10:22:10 | dpa.deStatt den erlaubten 133 Millionen Tonnen CO2-Ăquivalenten stieĂ dieser Sektor demnach im vergangenen Jahr 146 Millionen Tonnen Treibhausgase aus. Das schreiben die Fachleute in ihrem am Montag in Berlin veröffentlichten PrĂŒfbericht zu im MĂ€rz vorgestellten Daten des Umweltbundesamts (UBA). Zur besseren Vergleichbarkeit werden andere Treibhausgase in CO2 umgerechnet. Damit verfehlt der Verkehrssektor sein Klimaziel das dritte Jahr in Folge.
Auch der GebĂ€udesektor verpasste sein Ziel nach UBA-Berechnungen knapp, was der Expertenrat angesichts groĂer Unsicherheit bei den berechneten Daten aber weder bestĂ€tigen noch verwerfen möchte. Dennoch mĂŒsse auch hier nun das gesetzlich vorgeschriebene Sofortprogramm zum Nachsteuern vorgelegt werden, so die Fachleute.
Wenn Bereiche Vorgaben verfehlen, mĂŒssen die zustĂ€ndigen Ministerien der Bundesregierung mit Sofortprogrammen nachlegen. Die jĂ€hrlich zulĂ€ssigen Jahresemissionsmengen fĂŒr einzelne Sektoren wie Industrie, Energiewirtschaft, Verkehr und GebĂ€ude stehen im Klimaschutzgesetz. Die bisher beschlossenen MaĂnahmen reichten nicht aus, betonte der Expertenrat.
Die genauen Klimaziele fĂŒr einzelne Wirtschaftsbereiche sind der FDP ein Dorn im Auge. Im Grundsatz hat sich die Koalition aus SPD, GrĂŒnen und FDP eigentlich auch bereits auf eine Reform des Klimaschutzgesetzes geeinigt: Demnach soll es kĂŒnftig vor allem darauf ankommen, ob Treibhausgas-Sparziele ĂŒber alle Bereiche hinweg insgesamt eingehalten werden. Die Ampel-Fraktionen im Bundestag können sich bislang jedoch nicht auf die Details einigen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) stellte zuletzt Wochenend-Fahrverbote in den Raum, falls die geltende Regelung nicht bald durch die Reform abgelöst werde.
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