Verkehrsverband, Entscheidung

Verkehrsverband mahnt zĂŒgige Entscheidung beim Deutschlandticket an

31.08.2024 - 01:00:00

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat eine schnelle VerstĂ€ndigung von Bund und LĂ€ndern ĂŒber die kĂŒnftige Preisgestaltung beim Deutschlandticket angemahnt.

Man brauche dazu keine wochenlangen Debatten, sagte VDV-PrĂ€sident Ingo Wortmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). "Wir brauchen eine fundierte und zĂŒgige Entscheidung." Bund und LĂ€nder wollen auf der fĂŒr Herbst geplanten nĂ€chsten Verkehrsministerkonferenz beraten, wie es mit dem bundesweit gĂŒltigen ÖPNV-Ticketangebot weitergeht.

Der VDV hatte bereits mehr Geld gefordert. Die bisherigen drei Milliarden Euro pro Jahr wĂŒrden nicht ausreichen. Nötig sei "weit mehr", sagte Wortmann. Und dann rede man ohnehin nur ĂŒber den Erhalt des bisherigen Angebots. "Von der MobilitĂ€tswende haben sich Bund und LĂ€nder mit ihren finanzpolitischen Entscheidungen de facto verabschiedet. Von Ausbau kann keine Rede mehr sein", kritisierte der VerbandsprĂ€sident. Zuletzt hatte Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) vorgeschlagen, die kĂŒnftige Preisentwicklung des Tickets an einen Index zu koppeln. Auch der VDV hatte sich in der Vergangenheit so positioniert. Dadurch könne laut VDV auch das Vertrauen der Kunden gestĂ€rkt werden, Verkehrsunternehmen erhielten Planungssicherheit und könnten daran arbeiten, das Tarifsystem zu verschlanken und Kosten zu senken. Am Ende mĂŒsse die Politik von Bund und LĂ€ndern entscheiden, welcher Preis den Kunden abverlangt werde und "welchen Anteil sie aus ihren Haushalten finanzieren wollen", sagte Wortmann weiter. Er erwarte, dass die Politik diese Entscheidung treffe.

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