EU-Auflage: Uniper verkauft Anteil an lettischem Versorgungsunternehmen
09.07.2025 - 13:08:04 | dpa.deDer Anteil von 18,26 Prozent sei an Energy Investments SIA verkauft worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in DĂŒsseldorf mit. Latvijas Gaze ist vor allem im Erdgashandel tĂ€tig sowie im Verkauf an Verbraucher in der baltischen Region, hauptsĂ€chlich in Lettland.
Im GeschĂ€ftsbericht 2024 veranschlagte Uniper fĂŒr die Beteiligung erfolgsneutral 19 Millionen Euro. Es handelte sich nach Angaben des DĂŒsseldorfer Konzerns um eine nicht strategische Minderheitsbeteiligung. Diese zu verĂ€uĂern, war eine beihilferechtliche Auflage der EU-Kommission an Uniper.
Uniper war 2022 in Schieflage geraten, weil Russland nach dem Angriff auf die Ukraine seine Gaslieferungen erst verringerte und dann einstellte. Die Gas-Ersatzbeschaffungen kosteten Milliarden. Damit Uniper nicht in die Knie ging, zahlte Deutschland Beihilfen von rund 13,5 Milliarden Euro und wurde mit ĂŒber 99 Prozent MehrheitseigentĂŒmerin. Die EU-Kommission hatte die Genehmigung an eine Reihe von Auflagen geknĂŒpft. Dazu gehört auch der Verkauf von Beteiligungen bis Ende 2026.
Davon stehen nach Angaben von Uniper noch eine Handvoll von VerĂ€uĂerungen aus: FĂŒr das Steinkohlekraftwerk Datteln und das deutsche FernwĂ€rmegeschĂ€ft laufen die Verkaufsprozesse. AuĂerdem muss Uniper sich noch von seiner 20-prozentigen Beteiligung an der OPAL-Pipeline trennen, die die Ostsee-Pipeline Nordstream 1 mit dem europĂ€ischen Erdgasnetz verbindet, sowie vom internationalen Helium-GeschĂ€ft und der Mehrheitsbeteiligung am russischen Unipro-GeschĂ€ft.
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