Bundesliga, VfL Wolfsburg

Stuttgart weiter auf Kurs: 3:0 bei desaströsen Wolfsburgern

18.10.2025 - 17:37:44

Der VfB Stuttgart baut seine Siegesserie in der Bundesliga aus und bleibt nach dem 3:0 in Wolfsburg auf den Champions-League-PlÀtzen. Der VfL zeigt sich schwach. Muss Trainer Paul Simonis bald gehen?

Der VfB Stuttgart hat die Krise des VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga verschĂ€rft. Die Schwaben kamen zu einem hochverdienten 3:0 (1:0) bei den erschreckend schwachen Niedersachsen und bauten ihre Serie auf vier Siege aus.

Der Ex-Wolfsburger Tiago Tomas (35.) erzielte in Abwesenheit des verletzten TorjĂ€gers Ermedin Demirovic die FĂŒhrung. Die Nationalspieler Maximilian MittelstĂ€dt (55.) und Angelo Stiller (80.) sorgten nach der Pause fĂŒr den Endstand.

Mus VfL-Trainer Paul Simonis um den Job fĂŒrchten? 

Die Stuttgarter setzten sich mit dem Erfolg auf den Champions-League-PlĂ€tzen in der Tabelle fest. Dagegen stecken die Wolfsburger im Tabellenkeller fest. Trainer Paul Simonis rĂŒckt mehr und mehr in die Kritik.

Denn die desolate Leistung gegen den VfB war noch erschreckender als die Niederlagenserie an sich. Auch die Startelf-Premiere von DÀnen-Star Christian Eriksen nach drei Joker-EinsÀtzen brachte vor 26.145 Zuschauern keine Besserung. Eher im Gegenteil. Wenn die Stuttgarter konsequenter in der Chancenverwertung gewesen wÀren, hÀtte es ein Debakel gegeben.

Keine Impulse von DĂ€nen-Star Christian Eriksen

Beide Trainer hatten ihre Startformationen im Vergleich zu ihren letzten Bundesliga-Spielen auf mehreren Positionen geĂ€ndert. Stuttgarts Sebastian Hoeneß brachte gleich vier Neue. Unter anderem musste er Demirovic (3 Saisontore) wegen einer langwierigen Fußverletzung ersetzen. Auch Wolfsburger Seite nahm Simonis drei Wechsel vor. Eriksen ersetzte dabei den angeschlagenen KapitĂ€n Maximilian Arnold im Mittelfeld. 

Der 33-JĂ€hrige bemĂŒhte sich, das Spiel seiner Mannschaft zu ordnen. Er hatte auch die erste und lange Zeit einzige auffĂ€llige VfL-Offensivaktion. Doch sein Schuss (13.) war letztlich zu harmlos fĂŒr VfB-TorhĂŒter Alexander NĂŒbel. 

Ansonsten bestimmten die GÀste das Geschehen klar. Ihr Ballbesitzanteil lag zum Ende der ersten Halbzeit bei 66 Prozent. Zudem erarbeiteten sie sich sechs EckbÀlle, der VfL keine. 

Stuttgart souverÀn 

Die Gastgeber wirkten hilf- und planlos. Sie zogen sich weit zurĂŒck und versuchten, die RĂ€ume fĂŒr die Schwaben eng zu machen. Trotzdem kamen die Stuttgarter zu Chancen. 

Jeff Chabot (4.) prĂŒfte schon frĂŒh Wolfsburgs Torwart Kamil Garbara mit einem Schuss aus. Tiago Tomas (12.) verzog im Strafraum nur knapp, bei Chema Andres' Kopfball reagierte Garbara erneut stark (26.), Chabots Kopfball ging knapp neben das Tor (27.). 

Ex-Wolfsburger Tiago Tomas trifft

Erst in der 35. Minute belohnte Tiago Tomas mit seinem Treffer per Kopf nach einer Flanke von Angelo Stiller sein Team. Wegen seiner Wolfsburger Vergangenheit verzichtete der StĂŒrmer auf große Jubelgesten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verzichteten beide Trainer auf Wechsel. Anders im Schiedsrichter-Team: Der vierte Offizielle Konrad Oldhafer musste den ersten Assistenten Philipp HĂŒwe verletzungsbedingt an der Linie ablösen. 

Ansonsten Ànderte sich am Geschehen nichts. Die Stuttgarter kontrollierten das Spiel, den Wolfsburgern fiel nichts ein. Als MittelstÀdt mit seinem ersten Bundesliga-Treffer nach zehn Monaten auf 2:0 erhöhte, war die Entscheidung gefallen. Beim VfL war kein AufbÀumen, kein Widerstand gegen die Niederlage zu erkennen. Stattdessen setzte Stiller (80.) den Schlusspunkt.

@ dpa.de