Bremens Innenminister sieht Mainzer AfD-Beamten-Regel skeptisch
11.07.2025 - 17:21:33
"Wir haben auf der Innenministerkonferenz in Bremerhaven viele Stunden damit verbracht, eine gemeinsame Linie zwischen allen LĂ€ndern und dem Bund zu entwickeln", sagte MĂ€urer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). "Im Ergebnis herrschte groĂe Einigkeit darĂŒber, dass wir noch vor einer Gerichtsentscheidung eine Bund-LĂ€nder-Arbeitsgruppe einsetzen." Diese sollte unter anderem regeln, wie kĂŒnftig mit AfD-Mitgliedern im Staatsdienst umgegangen wird, nachdem der Verfassungsschutz die Gesamtpartei als "gesichert rechtsextrem" eingestuft hatte.
"Leider hat diese Vereinbarung keine 14 Tage gehalten. Nachdem Bayern bereits vorgeprescht ist, zieht jetzt Rheinland-Pfalz nach. Ich halte das fĂŒr wenig hilfreich und plĂ€diere weiterhin fĂŒr ein abgestimmtes gemeinsames Vorgehen", sagte MĂ€urer.
Auch in Bayern reagierte man zurĂŒckhaltend auf den VorstoĂ aus Mainz.
Zwar steht die AfD auch dort auf der Liste der extremistischen Organisationen. Eine "bloĂe Mitgliedschaft" in einer der im Verzeichnis enthaltenen Organisationen begrĂŒnde jedoch fĂŒr sich noch "keine Zweifel an der Verfassungstreue" eines Bewerbers, die zu einer Ablehnung der Einstellung fĂŒhren wĂŒrden, hob ein Sprecher des in Bayern zustĂ€ndigen CSU-gefĂŒhrten Finanzministeriums hervor.


