EU, Russland

Laschet offen fĂŒr EU-Sondergesandten fĂŒr Russland

18.12.2025 - 09:50:33 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Vorsitzende des AuswĂ€rtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, Armin Laschet (CDU), zeigt sich offen fĂŒr einen Sondergesandten der EuropĂ€ischen Union fĂŒr Russland.

Armin Laschet (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Armin Laschet (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ich halte es fĂŒr wichtig, dass wir unsere eigenen europĂ€ischen Ideen auf eigenem Wege transportieren", sagte Laschet den Sendern RTL und ntv. Als starke EuropĂ€er könne man nicht die Amerikaner darum bitten, die GesprĂ€che mit Russland zu fĂŒhren. Laschet: "Die Person, die dorthin reist und verhandelt, vielleicht auch nicht öffentlich, muss ausstrahlen, dass sie die AutoritĂ€t hat, fĂŒr die gesamte EuropĂ€ische Union oder fĂŒr Deutschland zu reden."

Dies mĂŒsse nicht immer der Außenminister eines Landes sein. Den Weg ĂŒber die Amerikaner bezeichnete Laschet als "stille Post". Und weiter: "Es geht zu viel verloren, wenn man solche verschlungenen Wege sucht. Im Moment geht es nicht anders, weil dieser GesprĂ€chsfaden mit den Amerikanern begonnen wurde und man den jetzt fortsetzen will. Nur fĂŒr die Zukunft ist das keine europĂ€ische StĂ€rke." Gleichzeitig kritisiert Marie-Agnes Strack-Zimmermann Laschet fĂŒr seine Ideen. "So einfach ist das nicht. Herr Laschet weiß ganz genau, dass Herr Putin, mit Verlaub, keinen Bock auf Europa hat", sagte die Vorsitzende des Ausschusses fĂŒr Sicherheit und Verteidigung des EU-Parlaments. Sie sagte zwar, dass eigene GesprĂ€chskanĂ€le wichtig seien, fĂŒgte aber hinzu: "Putin will mit uns nicht sprechen. Er ignoriert uns. Er will nicht mal mit der Ukraine sprechen." Der Plan des russischen PrĂ€sidenten sei es, gemeinsam mit US-PrĂ€sident Trump "Europa aufzuteilen". Die FDP-Politikerin: "Das ist ein sehr ernstes Vorgehen und wird unser Leben in Europa nachhaltig beeintrĂ€chtigen, wenn wir jetzt nicht wirklich klar zusammenstehen."

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