Wenig Widerspruch gegen elektronische Patientenakte
28.04.2025 - 12:47:37Man gehe davon aus, dass die breite Nutzung sich sehr schnell entwickeln werde, sagte der SPD-Politiker am Tag vor dem bundesweiten Hochlauf der ePA vor Journalisten in Berlin. "Es haben nur etwa fĂŒnf Prozent der Nutzung widersprochen, seitens der Patienten."
Seit dem 15. Januar werden fĂŒr die mehr als 70 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland elektronische Patientenakten angelegt, sofern sie dem nicht widersprochen haben. Eine Löschung ist auf Wunsch aber auch spĂ€ter noch möglich. Gespeichert werden in der Akte etwa Befunde, Laborwerte oder Angaben zu Medikamenten. BefĂŒllt wird sie vor allem von behandelnden Ărztinnen und Ărzten. Patienten können ĂŒber eine Smartphone-App ihrer Krankenkasse aber auch selbst Dokumente einstellen und dort die Daten der E-Akte einsehen.
Zugriff durch Stecken der Versichertenkarte in LesegerÀt
Ărzte, Apotheken und KrankenhĂ€user bekommen Zugriff auf die Akte durch das Stecken der Versichertenkarte in das LesegerĂ€t. So sollen beispielsweise Doppeluntersuchungen vermieden oder die Gabe von Medikamenten verhindert werden, die sich mit denen, die Patienten bereits einnehmen, nicht vertragen. Versicherte können ĂŒber die App Daten in ihrer E-Akte aber auch sperren, so dass sie nicht einsehbar sind.
Nach einer Pilotphase in drei Regionen soll die Nutzung der ePA ab diesem Dienstag bundesweit möglich sein - zunĂ€chst freiwillig. Ab dem 1. Oktober soll dann eine Pflicht etwa fĂŒr behandelnde Ărzte gelten, Daten in die E-Akte einzustellen und diese damit zu pflegen.
Das Projekt sei eine Zeitenwende in der Digitalisierung, sagte Lauterbach. Patienten wĂŒrden mĂŒndiger und bekĂ€men endlich einen Ăberblick ĂŒber ihre Daten und Befunde.

