EU-Kommission genehmigt deutsche Milliardenhilfe fĂŒr mehr Tierwohl
30.01.2024 - 12:30:00Dabei geht es vor allem um bessere Bedingungen fĂŒr Schweine, wie die EU-Kommission am Dienstag in BrĂŒssel mitteilte. Mehr als die HĂ€lfte des Geldes, rund 675 Millionen Euro, soll Landwirten als Zuschuss fĂŒr Investitionen zugutekommen. Damit kann sich der Staat etwa an bis zu 60 Prozent der Kosten fĂŒr bessere StĂ€lle beteiligen. Diese Förderung lĂ€uft den Angaben der EU-WettbewerbshĂŒter zufolge bis Ende 2030.
Auch die zweite SĂ€ule der Hilfen - rund 325 Millionen Euro - ist als Zuschuss vorgesehen. Mit dem Geld könnten bis zu 80 Prozent von anfallenden Zusatzkosten fĂŒr mehr Tierwohl gedeckt werden. Dazu zĂ€hlen etwa zusĂ€tzliche Einstreu oder höhere Stromrechnungen fĂŒr Klimaanlagen und bessere BelĂŒftung. Diese Hilfen sollen bis Ende 2031 laufen.
Beide MaĂnahmen können den Angaben zufolge auf andere Tierarten ausgedehnt werden. Die Förderung stehe kleinen und mittleren Viehzuchtbetrieben in Deutschland offen, so die Kommission.
Die Behörde wacht in der EU unter anderem darĂŒber, dass die Mitgliedsstaaten ihren Unternehmen durch staatliche UnterstĂŒtzung keine unangemessenen Vorteile verschaffen. So soll beispielsweise verhindert werden, dass ein wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland seinen Firmen dabei hilft, Konkurrenten aus kleineren EU-Staaten aus dem Markt zu drĂ€ngen. In diesem Fall kamen die WettbewerbshĂŒter unter anderem zu dem Schluss, dass die Beihilfe verhĂ€ltnismĂ€Ăig sei, da sie auf ein erforderliches Minimum beschrĂ€nkt sei und nur begrenzte Auswirkungen auf den Wettbewerb haben werde.

