Deutschland gegen Griechenland: Nübel steht bei Klopps Heimdebüt im Tor
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 14:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAlexander Nübel wird beim Heimdebüt von Bundestrainer Jürgen Klopp am Sonntag gegen Griechenland im Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft stehen.
Nübel erhält seine vierte Länderspielchance
Das bestätigte Klopp nach dem Abschlusstraining in Herzogenaurach. Die Nations-League-Partie beginnt um 20.45 Uhr in Augsburg und wird von der ARD übertragen.
„Alex wird spielen. Er hat sich das verdient. Ich hoffe, dass er es genießt und den Laden sauber hält“, sagte Klopp. Nübel bestreitet damit sein viertes Länderspiel. Der 29-Jährige spielt seit dem Sommer für Besiktas Istanbul und war bei der Weltmeisterschaft als dritter Torwart dabei.
Ter Stegen bleibt Klopps Rückhalt
Nübel löst Marc-André ter Stegen ab, der beim 1:1 gegen die Niederlande im Tor gestanden hatte. Klopp erklärte, der Wechsel sei geplant gewesen, und zeigte sich überrascht, dass ter Stegen nach seiner Leistung in Amsterdam kritisch gesehen worden sei.
„Ich bin sehr happy mit seiner Leistung“, sagte der Bundestrainer. Griechenland geht nach einem 2:1-Sieg in Serbien in das zweite Gruppenspiel.
Wirtz und Burkardt zunächst auf der Bank
Florian Wirtz und Jonathan Burkardt werden gegen Griechenland ebenfalls zum Kader gehören, aber nicht in der Startelf stehen. Beide Offensivspieler waren am Vorabend nach den verletzungsbedingten Abreisen von Jamal Musiala und Kai Havertz vorzeitig zum DFB-Team gestoßen.
„Das wäre jetzt echt ein Brett und das Falscheste, was wir tun können“, sagte Klopp mit Blick auf einen sofortigen Start von Wirtz. Wirtz und Burkardt waren ursprünglich erst für die Partien gegen Serbien in München und zum Abschluss erneut gegen Griechenland in Thessaloniki vorgesehen.
Heimdebüt unter besonderem Druck
Das Spiel gegen Griechenland ist für Jürgen Klopp der erste Auftritt vor heimischem Publikum als Bundestrainer. Der Auftakt in Amsterdam endete mit einem 1:1 gegen die Niederlande. Deutschland führte bis in die Nachspielzeit, musste aber noch den Ausgleich hinnehmen. Die kurze Vorbereitung vor dem ersten Nations-League-Doppelspieltag ließ nur begrenzt Raum, neue Abläufe einzuüben.
Die Partie steht zudem im Zeichen personeller Veränderungen. Jamal Musiala und Kai Havertz fallen nach Muskelverletzungen aus. Florian Wirtz und Jonathan Burkardt wurden deshalb vorzeitig zum Nationalteam geholt, sollen gegen Griechenland aber zunächst nicht starten. Klopp setzt damit auf eine schrittweise Integration, statt die nachnominierten Spieler unmittelbar mit einer Führungsrolle zu belasten.
Torwartwechsel und sportliche Bedeutung
Alexander Nübel erhält nach dem Einsatz von Marc-André ter Stegen seine Chance. Der Wechsel war nach Klopps Darstellung bereits vorgesehen und ist daher nicht zwingend als Reaktion auf die Diskussion um ter Stegens Leistung zu verstehen. Für Nübel geht es zugleich um sein viertes Länderspiel und weitere Erfahrungen im Nationalteam.
Griechenland kommt mit einem 2:1-Sieg in Serbien nach Augsburg. Für Deutschland ist die Begegnung damit mehr als ein Heimauftakt: Sie kann nach dem Remis den Start in die Gruppenphase stabilisieren und wichtige Hinweise liefern, wie belastbar Klopps neue Mannschaft unter Wettbewerbsbedingungen bereits ist. Für Zuschauer sind vor allem die Startaufstellung, die Belastungssteuerung der Nachrücker und der Umgang mit den Ausfällen zentral.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Der Bericht hebe hervor, dass Musiala und Havertz wegen Muskelverletzungen vorzeitig abgereist seien und Wirtz sowie Burkardt deshalb früher als geplant zum Nationalteam gestoßen seien. Er bestätige damit die personelle Ausgangslage für das Griechenland-Spiel, setze seinen Schwerpunkt jedoch auf die Diagnosen und die möglichen Folgen für die Vereinsmannschaften. Offen bleibe dort, wie lange beide Spieler tatsächlich ausfallen würden.
Tagesspiegel: „„Am Ende haben wir zu wenig Fußball gespielt“: Zwei Minuten fehlen Jürgen Klopp zum perfekten Debüt“ (25.09.2026)
Der Artikel beschreibe das 1:1 in den Niederlanden als leidenschaftlichen, aber phasenweise unkontrollierten Auftakt und betone, Deutschland habe in dominanten Phasen des Gegners zu wenig Fußball gespielt. Damit bestätige er den Ausgang des Spiels, richte den Blick aber stärker auf taktische Abstimmung und die noch fehlenden Abläufe. Übereinstimmung bestehe darin, dass Klopps Mannschaft Zeit für die Entwicklung benötige.
Beide Berichte bestätigten den personellen Umbruch vor dem Heimspiel und ordneten den Auftakt unterschiedlich ein: Der eine konzentriere sich auf Verletzungen und Kaderplanung, der andere auf Spielweise und Lernbedarf. Die Bedeutung des Torwartwechsels und die genaue Rolle der Nachrücker blieben vor dem Anpfiff offen.
