Kanzler, Scholz

Kanzler Scholz jubelt: Handballer stehen in der Hauptrunde

14.01.2024 - 22:20:51 | dpa.de

Deutschland spielt sich in einen Handball-Rausch und ĂŒberrollt nach der Schweiz auch Nordmazedonien. Das Ticket fĂŒr die EM-Hauptrunde ist gelöst. Jetzt wartet der Rekord-Weltmeister.

  • Die deutsche Defensive hĂ€lt: Tomislav Jagurinovski aus Mazedonien (M) bleibt an Juri Knorr (l) und Johannes Golla (r) hĂ€ngen. - Foto: Andreas Gora/dpa
    Die deutsche Defensive hÀlt: Tomislav Jagurinovski aus Mazedonien (M) bleibt an Juri Knorr (l) und Johannes Golla (r) hÀngen. - Foto: Andreas Gora/dpa
  • Deutschlands Torwart David SpĂ€th parierte gegen Nordmazedonien einige BĂ€lle. - Foto: Andreas Gora/dpa
    Deutschlands Torwart David SpÀth parierte gegen Nordmazedonien einige BÀlle. - Foto: Andreas Gora/dpa
  • Die Deutsche Mannschaft feiert nach dem Sieg den Einzug in die EM-Hauptrunde. - Foto: Sören Stache/dpa
    Die Deutsche Mannschaft feiert nach dem Sieg den Einzug in die EM-Hauptrunde. - Foto: Sören Stache/dpa
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Zum Party-Klassiker «Celebration» drehten Deutschlands Handballer nach dem zweiten ĂŒberzeugenden EM-Sieg ihre Ehrenrunde. Dann schwappte die La-Ola-Welle durch den ausverkauften Berliner Hexenkessel.

Die DHB-Auswahl hat die EM-Euphorie im eigenen Land weiter angeheizt und den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde perfekt gemacht. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason feierte beim 34:25 (18:13) in Berlin gegen Außenseiter Nordmazedonien den zweiten souverĂ€nen Vorrundensieg und schĂŒrte weiter Hoffnungen auf eine erfolgreiche Medaillen-Mission.

«Es ist der Wahnsinn, was Handball-Deutschland hier abreißt. Das ist phĂ€nomenal und steckt an. Wir wollen jedes Spiel gewinnen», sagte Jannik Kohlbacher im ZDF und Nils Lichtlein ergĂ€nzte: «Davon trĂ€umt man. Ich hoffe, dass es weiter geht so. Wir sind eine coole Truppe.»

Vor den Augen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der bei seiner Vorstellung von vielen der insgesamt 13.571 Zuschauer mit Pfiffen bedacht wurde, war Spielmacher Juri Knorr mit zehn Treffern bester Werfer fĂŒr die DHB-Auswahl. Knorr wurde auch als bester Spieler der Partie ausgezeichnet. Bundestrainer Gislason war nach dem Spiel zufrieden: «Wir sind stabiler geworden. Das mĂŒssen wir beibehalten.» Vor allem die zweite Halbzeit habe ihm sehr gut gefallen.

Zum Abschluss der Vorrunde trifft Deutschland am Dienstag auf Rekord-Weltmeister Frankreich. Ein Remis reicht zum Gruppensieg. Der Olympiasieger hatte zuvor in seinem zweiten Vorrundenspiel gepatzt und sich mit einem 26:26 gegen die Schweiz zufriedengeben mĂŒssen. «Wir wollen unser Spiel spielen. Auch wenn wir die Tabelle anfĂŒhren, die Franzosen sind klarer Favorit», meinte Gislason. Danach geht es fĂŒr das DHB-Team, das vom Einzug ins Halbfinale trĂ€umt, in Köln weiter.

Papa HĂ€fner fehlt

«GefĂŒhlt geht es nochmal neu los», hatte DHB-Sportvorstand Axel Kromer vor dem Anpfiff mit Blick auf die ungewohnt lange Vier-Tage-Pause seit dem Auftaktsieg gegen die Schweiz gesagt. Der Bundestrainer hingegen warnte vor dem «unbĂ€ndigen Willen und der EmotionalitĂ€t» des Gegners vom Balkan. Die Sorge war unberechtigt.

Ohne den gerade zum zweiten Mal Vater gewordenen Kai HĂ€fner, fĂŒr den U21-Weltmeister Nils Lichtlein in den Kader rĂŒckte, nahm das DHB-Team den Kampf ab der ersten Sekunde bravourös an. Die Abwehr mit dem Innenblock-Duo Johannes Golla und Julian Köster stand stabil und eröffnete Nordmazedonien kaum LĂŒcken. Gleichzeitig spielte Deutschland seine TempogegenstĂ¶ĂŸe ĂŒber Linksaußen Lukas Mertens erfolgreich aus und fĂŒhrte schnell mit 5:2.

Kromer lobt das Tempospiel

Gislason hatte seine Mannschaft hervorragend auf die Raffinessen des Gegners eingestellt. In der Verteidigung agierte das Balkan-Team mit verschiedenen Systemen, in der Offensive setzte der Außenseiter oft auf den zusĂ€tzlichen siebten Mann. In Trainer Kiril Lazarov stand der Star des Teams an der Seitenlinie. Der frĂŒhere Handball-Profi ist der beste Werfer der WM-Geschichte und war der erste Spieler mit ĂŒber 1000 Europapokaltreffern. Die vielen technischen Fehler seiner MĂ€nner konnte aber auch er nicht verhindern.

Und obwohl Julian Köster zunĂ€chst einige aussichtsreiche Torchancen liegen ließ, spielte sich das deutsche Team mehr und mehr in einen Rausch. Zwischenzeitlich betrug die FĂŒhrung beim 16:9 sieben Tore. «Wir haben ein super Tempospiel an den Tag gelegt», lobte Kromer zur Halbzeit und Ă€ußerte mit Blick auf die AggressivitĂ€t: «Sicherlich geht noch ein bisschen mehr in der Abwehr.»

Gislason tobt an der Seitenlinie

Mit einem 3:0-Lauf startete die DHB-Auswahl nach der Pause. Torwart David SpĂ€th, der nach 22 Minuten fĂŒr den glĂŒcklosen Andreas Wolff zwischen die Pfosten gerĂŒckt war, glĂ€nzte mit mehreren Paraden und heizte die ausverkaufte Mercedes-Benz Arena so richtig an. Daran Ă€nderten auch einige leichtsinnige Fehler im Angriffsspiel nichts.

Gislason reagierte mit einer Auszeit, tobte und forderte beim Stand von 22:17 mehr Disziplin. Die Ansprache des IslĂ€nders wirkte und das DHB-Team baute seine FĂŒhrung wieder auf sieben Tore aus. Gislason wechselte nun munter durch und gab EM-Neuling Martin Hanne und U21-Weltmeister Justus Fischer Einsatzminuten. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Die deutschen EM-Festwochen gehen weiter.

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