Hockey-MĂ€nner im Finale - Gegen Niederlande um Gold
06.08.2024 - 20:38:20Die Gold-Mission der deutschen Hockey-Weltmeister bei den Olympischen Spielen steht nach dem Einzug ins Endspiel kurz vor der Vollendung. Im Halbfinale in Paris setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer André Henning gegen Indien 3:2 (2:1) durch und trifft am Donnerstag (19.00 Uhr) auf Europameister Niederlande. Zwölf Jahre nach dem bislang letzten Triumph in London war der nÀchste Olympiasieg von Anfang an das Ziel der MÀnner-Auswahl des Deutschen Hockey-Bunds. Silber haben sie jetzt schon sicher.
In Tokio war die deutsche Mannschaft vor drei Jahren ohne Medaille geblieben. Im Spiel um Platz drei hatte es nach einer zwischenzeitlichen FĂŒhrung gegen Indien noch eine besonders bittere Niederlage gesetzt. In Frankreich glĂŒckte die Revanche dank der Tore von Gonzalo Peillat (18. Minute), Christopher RĂŒhr (27./Penalty) und Marco Miltkau (54.). FĂŒr Indien waren Harmanpreet Singh (7.) und Sukhjeet Singh (36.) erfolgreich.
DHB-Auswahl mit schwachem Start
Deutschlands Defensive war von Anfang an unter Druck und musste im Stade Yves-du-Manoir viele Strafecken abwehren. Indiens KapitĂ€n Harmanpreet Singh brachte frĂŒh gleich mehrere SchĂŒsse gefĂ€hrlich aufs deutsche Tor. Bei einem abgefĂ€lschten Ball hatte Keeper Jean-Paul Danneberg dann beim fĂŒnften Versuch keine Chance mehr und musste hinter sich greifen. Im ersten Viertel konnten sich die Deutschen bei nur 34 Prozent Ballbesitz in der Offensive kaum zeigen, dazu kamen zu viele individuelle Fehler.
In der Vorrunde hatte sich Deutschland als Gruppensieger mit vier Siegen in fĂŒnf Spielen durchgesetzt und anschlieĂend in einem hitzigen Viertelfinal-Krimi Argentinien 3:2 bezwungen. Gegen den achtmaligen Olympiasieger Indien sorgte dann Peillat mit einem satten Schuss nach einer Strafecke fĂŒr den Ausgleich. RĂŒhr wiederum verwandelte einen Penalty sicher. Zu diesem Zeitpunkt war der knappe Vorsprung durchaus schmeichelhaft.
Die deutsche FĂŒhrung geriet zum Start der zweiten Halbzeit auch sofort wieder in Gefahr. Erneut konnte Indien durch Strafecken Druck erzeugen, Sukhjeet Singh schaffte in einer dieser Situationen den Ausgleich. Danach stellten sich die Asiaten, die sich im Viertelfinale trotz langer Unterzahl gegen GroĂbritannien durchgesetzt hatten, tief in ihre eigene HĂ€lfte. Justus Weigand vergab zunĂ€chst die beste Chance auf das dritte Tor - bis Miltkau kurz vor Schluss doch noch erfolgreich war.


