DGB-Chefin, Fahimi

DGB-Chefin Fahimi kritisiert PlÀne der neuen Koalition

01.05.2025 - 13:04:52 | dpa.de

Die Gewerkschaften rufen zum 1. Mai dazu auf, fĂŒr mehr Rechte der BeschĂ€ftigten einzutreten. Der kĂŒnftigen Bundesregierung - mehr noch den Arbeitgebern - macht die DGB-Spitze mehrere Ansagen.

Demonstrationen zum 1. Mai - Chemnitz - Foto: Sebastian Willnow/dpa
Demonstrationen zum 1. Mai - Chemnitz - Foto: Sebastian Willnow/dpa

Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi fordert von der kĂŒnftigen Bundesregierung einen Wachstumsimpuls und eine Absage an weitere Belastungen der Arbeitnehmer. Sie kritisierte die von Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbarte Änderung des Arbeitszeitgesetzes auf der zentralen DGB-Kundgebung zum Tag der Arbeit in Chemnitz deutlich.

«Schluss mit dem Gequatsche, dass die Menschen blau machen, faul sind, dass sie einfach mehr arbeiten mĂŒssten. Und deshalb sagen wir auch ganz klar: Wir wollen Acht-Stunden-Tag statt Hamsterrad. Und deswegen: HĂ€nde weg vom Arbeitszeitgesetz», sagte Fahimi.

Millionen Überstunden – viele davon seien unbezahlt – zeigten, wie groß der Druck auf die BeschĂ€ftigten schon jetzt sei. Und wer unbezahlt mehr arbeite, dem werde damit ein Teil seines Lohns gestrichen. Das Arbeitszeitgesetz solle vor Überforderung schĂŒtzen. Schon jetzt könnten danach aber bis zu 60 Stunden in der Woche gearbeitet werden.

Fahimi reagiert auf PlÀne von Union und SPD 

Schwarz-Rot will laut Koalitionsvertrag die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer tÀglichen Höchstarbeitszeit schaffen. Standards im Arbeitsschutz und die geltenden Ruhezeitregelungen sollen beibehalten werden.

«Wir sollten mal in diesem Land mehr darĂŒber reden, wie es eigentlich um die Leistungsbereitschaft der VorstĂ€nde und GeschĂ€ftsfĂŒhrungen aussieht. 
Wo waren denn deren Unternehmergeist und Risikobereitschaft an den Standorten?», so Fahimi. Und: «Es war eben nicht nur die Politik, es waren die falschen Managemententscheidungen, die dazu beigetragen haben, dass die Wirtschaft schwÀchelt und ArbeitsplÀtze in Gefahr geraten.»

Im Jahr 1890 wurde der 1. Mai als «Kampftag der Arbeiterbewegung» begrĂŒndet. Bis heute wird an dem Tag international Protest zum Ausdruck gebracht. In Deutschland ist der Tag der Arbeit gesetzlicher Feiertag.

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