Diakonie, Kindergrundsicherung

Diakonie kritisiert 5.000-Stellen-Plan bei Kindergrundsicherung

07.04.2024 - 09:55:59 | dts-nachrichtenagentur.de

Diakonie-PrĂ€sident RĂŒdiger Schuch kritisiert die PlĂ€ne von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (GrĂŒne) zur Schaffung von 5.000 neuen Stellen zur Organisation der Kindergrundsicherung.

Familienministerium (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Familienministerium (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Es schmerzt mich zu lesen, dass fĂŒr die Kindergrundsicherung 5.000 neue Stellen nötig sein sollen", sagte Schuch der "Welt". "Vereinfachung ist ja das Ziel der Kindergrundsicherung." Gerade angesichts knapper Kassen mĂŒsse deren Verwaltung so schlank sein, dass die vorgesehenen 2,4 Milliarden Euro und gern auch mehr bei den Kindern statt in neuer BĂŒrokratie ankommen.

Es mĂŒsse "um eine barrierefreie Abrufbarkeit von Leistungen" gehen, ergĂ€nzte Schuch, der seit Anfang des Jahres als PrĂ€sident der Diakonie Deutschland an der Spitze des evangelischen Wohlfahrtsverbandes steht. GrundsĂ€tzlich sei die Kindergrundsicherung "als BĂŒndelung verschiedenster Leistungen richtig, damit Kinder aus der Armut herauskommen und Teilhabemöglichkeiten erhalten", sagte Schuch. "Und richtig ist auch, dass diese Leistungen des Staates so angeboten werden, dass Familien sie wahrnehmen, statt sie nicht zu nutzen, weil sie an der Beantragung verzweifeln."

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