Friedensorganisation, Stopp

Friedensorganisation fĂŒr Stopp deutscher Waffenlieferungen an Israel

18.01.2024 - 13:13:48

Die Àrztliche Friedensorganisation IPPNW hat die Bundesregierung mit Blick auf den Gaza-Krieg aufgefordert, keine weiteren Waffen an Israel zu liefern.

"Sie muss nun alles in ihrer Macht Stehende tun, um auf beide Konfliktseiten einzuwirken, damit VerstĂ¶ĂŸe gegen das humanitĂ€re Völkerrecht unterbleiben", sagte die Vorsitzende der deutschen Sektion der Organisation Internationale Ärzte fĂŒr die VerhĂŒtung des Atomkrieges, Angelika Claußen, am Donnerstag. Ziel soll es demnach auch sein, dass "die humanitĂ€re Katastrophe im Gazastreifen gestoppt, die israelischen Geiseln befreit werden und der Verhandlungsprozess fĂŒr eine politische Lösung des Konflikts" eingeleitet wird.

Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr den Export von Kriegswaffen im Wert von 20,1 Millionen Euro nach Israel genehmigt. Das war am Mittwoch bekanntgeworden. Insgesamt genehmigte die Ampel-Regierung im Jahr 2023 RĂŒstungslieferungen fĂŒr 326,5 Millionen Euro an Israel - zehnmal so viel wie im Vorjahr mit 32,3 Millionen Euro. Der grĂ¶ĂŸte Teil der Exporterlaubnisse aus dem vergangenen Jahr geht nach frĂŒheren Angaben des Wirtschaftsministeriums auf die Zeit nach dem Terrorangriff der islamistischen Hamas am 7. Oktober zurĂŒck.

Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisation IPPNW begrĂŒĂŸte zudem, dass der Internationale Gerichtshof die Völkermordklage SĂŒdafrikas untersucht. SĂŒdafrika hatte vor dem höchsten UN-Gericht in Den Haag den Vorwurf erhoben, die israelischen MilitĂ€raktionen in Gaza hĂ€tten den Charakter eines Völkermords. Israel hat diesen Vorwurf zurĂŒckgewiesen und erklĂ€rt, die MilitĂ€raktion in Gaza sei Selbstverteidigung gegen den Terror der Hamas. Die Bundesregierung hat sich an die Seite Israels gestellt. Die IPPNW hoffe, dass die anstehende Entscheidung des Gerichtshofs zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten beitrage, hieß es in der ErklĂ€rung weiter.

@ dpa.de