AfD jetzt auch im Politbarometer zweitstÀrkste Kraft
30.06.2023 - 08:29:24Wenn am Sonntag Bundestagswahl wÀre, erreichte die Partei laut Umfrage 19 Prozent - damit baut sie ihren Rekordwert weiter aus. StÀrkste Kraft bleibt die Union mit unverÀndert 28 Prozent, dritter ist nun die SPD mit 18 Prozent, die einen Punkt im Vergleich zur letzten Umfrage verliert.
Die GrĂŒnen bleiben bei 16 Prozent, die FDP bei 6 Prozent, die Linke bei 5 Prozent und die Kleineren zusammen bei 8 Prozent - allesamt unverĂ€ndert. Bei einem solchen Ergebnis hĂ€tte weder die Ampel-Koalition noch eine Koalition aus CDU/CSU und SPD eine parlamentarische Mehrheit. Reichen wĂŒrde es fĂŒr ein BĂŒndnis aus CDU/CSU, GrĂŒnen und FDP. Wie schon in den letzten Jahren sagen auch jetzt rund zwei Drittel der Befragten (65 Prozent), dass die AfD eine Gefahr fĂŒr die Demokratie in Deutschland darstellt, darunter 68 Prozent im Westen und 53 Prozent im Osten. Keine Gefahr fĂŒr die Demokratie durch die AfD sehen insgesamt 32 Prozent. Zudem gehen 78 Prozent davon aus, dass rechtsextreme Ansichten in der AfD weit verbreitet sind. 19 Prozent verneinen das. Das gilt auch fĂŒr Mehrheiten in allen ParteianhĂ€ngergruppen, auĂer bei der AfD. Unter deren AnhĂ€ngern meinen nur 18 Prozent, dass rechtsextremes Gedankengut in der Partei weit verbreitet ist, fĂŒr 81 Prozent ist das nicht der Fall. Inzwischen sind laut "Politbarometer" 56 Prozent aller Befragten der Meinung, dass die Bundesregierung ihre Arbeit "eher schlecht" macht, "eher gut" sagten 39 Prozent - ein neuer Tiefstwert. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) stellen knapp die HĂ€lfte (49 Prozent) ein gutes Zeugnis aus, 45 Prozent meinen, er macht seine Arbeit eher schlecht. Die Umfrage zum Politbarometer wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgefĂŒhrt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 27. bis 29. Juni bei 1.379 Wahlberechtigten telefonisch erhoben.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


