Infektionswellen, Arznei-EngpÀsse

Infektionswellen verschÀrfen Arznei-EngpÀsse

04.01.2024 - 02:00:00

Die aktuellen Infektionswellen verschÀrfen die EngpÀsse bei Arzneimitteln.

"Die erhöhte Nachfrage fĂŒhrt zu immer mehr EngpĂ€ssen bei Antibiotika", sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Durch die vielen Infektionen entstĂŒnden immer hĂ€ufiger Komplikationen, die mit Antibiotika behandelt werden mĂŒssten.

"Neben Penicillin, Amoxicillin haben wir aktuell mit einen Totalausfall bei dem Antibiotikum Azithromycin zu kĂ€mpfen. ZusĂ€tzlich verschĂ€rft sich der Engpass beim Asthmamedikament Salbutamol", so Preis. Bei dem Asthma-Mittel ist die Lage ernst. "Das Bundesministerium fĂŒr Gesundheit hat jetzt offiziell den Versorgungsmangel fĂŒr Salbutamol-haltige Arzneimittel zur Inhalation im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Die Bekanntmachung ermöglicht jetzt, dass Medikamente aus dem Ausland in Deutschland eingesetzt werden um die Behandlung der Patienten sicherzustellen", sagte er. "Patienten mĂŒssen sich jetzt auf Arzneimittel einstellen, die fremdsprachige Aufmachungen und Beipackzettel haben. Das bedeutet viel ErklĂ€rungsbedarf in den Apotheken", so Preis weiter. "Dadurch, dass Medikamente mit nicht-regelkonformen Beipackzetteln ausgehĂ€ndigt werden mĂŒssen, sehen wir ohne eine intensive Beratung die Arzneimitteltherapiesicherheit erheblich gefĂ€hrdet. Diese Mehrarbeit muss dringend vergĂŒtet werden, weil immer mehr Apotheken wirtschaftlich gefĂ€hrdet sind."

@ dts-nachrichtenagentur.de