EKD, Ausschluss

EKD fĂŒr Ausschluss von AfD-AnhĂ€ngern aus KirchenĂ€mtern

28.03.2024 - 02:00:00

Die amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat sich fĂŒr eine rechtliche PrĂŒfung der Vereinbarkeit von KirchenĂ€mtern und dem Engagement fĂŒr die AfD ausgesprochen.

Sie verteidigte die Entscheidung in dem Fall aus Quendlinburg in Sachsen-Anhalt, wo ein Pfarrer wegen seiner Ratskandidatur fĂŒr die AfD seine Stelle verlor. "Die Landeskirche hat hier eine klare Linie vertreten: Wenn jemand, wie in diesem Fall zwar parteilos, aber öffentlich das Gedankengut der AfD vertritt, ist das nicht mit einem herausgehobenen Amt in der Kirche vereinbar", sagte die EKD-Ratsvorsitzende der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Der Mitarbeiter sei von der Landeskirche von seinem Dienst abberufen worden, das könne eine Konsequenz sein.

"Wie sich das grundsĂ€tzlich im Kirchendienst verhĂ€lt, damit werden wir uns auch eingehend rechtlich beschĂ€ftigen mĂŒssen, das ist juristisch nicht ganz einfach", so die Bischöfin. Völkisch-nationale Gesinnungen seien eindeutig nicht mit dem christlichen VerstĂ€ndnis von NĂ€chstenliebe und Barmherzigkeit und deshalb nicht mit KirchenĂ€mtern vereinbar. Vergleichbar habe sich auch die EKD-Synode im Dezember positioniert.

@ dts-nachrichtenagentur.de