Windhorst, GeschĂ€ftsfĂŒhrung

Windhorst stellt neue GeschĂ€ftsfĂŒhrung fĂŒr seine Werften vor

05.06.2024 - 16:39:15

Die angeschlagenen Werften Flensburger-Schiffbau-Gesellschaft-Nobiskrug (FSG) bekommen eine neue FĂŒhrung.

Der Investor und EigentĂŒmer Lars Windhorst, der das Unternehmen in den vergangenen Monaten auch als GeschĂ€ftsfĂŒhrer vertreten hat, wird sich aus dem operativen GeschĂ€ft zurĂŒckzuziehen, wie er am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Flensburg sagte. Robert Fischer von Mollard wird demnach neuer GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Michael Bollmann technischer Leiter. Beide waren zuvor als Produktionsleiter bei Nobiskrug in Rendsburg beziehungsweise der FSG in Flensburg tĂ€tig.

Er freue sich, dass eine interne Lösung gefunden worden sei, sagte Windhorst. Er versicherte, er glaube an die Zukunft der beiden Werften. Die beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrer wĂŒrden mit Startkapital ausgestattet und seien in den kommenden Tagen wahrscheinlich damit beschĂ€ftigt, eine PrioritĂ€tenliste zu erstellen, "was bezahlt werden soll, muss, was investiert werden soll, muss. Das liegt dann in deren Hand."

Erst am Montag hatte MinisterprĂ€sident Daniel GĂŒnther (CDU) beim Besuch von Nobiskrug in Rendsburg kritisiert, dass von den Versprechen, die Windhorst im MĂ€rz dieses Jahres gegeben habe, bis heute keins eingehalten worden sei. GĂŒnther hatte zuvor GesprĂ€che mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Nobiskrug-Werft, Marcus Stöcken, und der IG Metall ĂŒber die Situation der Werft gefĂŒhrt. Im Gegensatz zum Termin im MĂ€rz war EigentĂŒmer Windhorst bei diesem Termin nicht vor Ort.

Auch dies kritisierte der MinisterprÀsident, da die Landesregierung aufgrund der Probleme an der Werft an einem Austausch interessiert wÀre. Windhorst sagte am Mittwoch, er habe sich nichts vorzuwerfen. Im Gegenteil, er habe sehr viel Geld in die Werften investiert und es habe trotz der schlechten Lage keine Massenentlassungen gegeben, weil er an die Zukunft der Werften glaube.

Trotz der schlechten Berichterstattung sei es gelungen, neue AuftrĂ€ge zu bekommen und RĂŒckendeckung von Altkunden zu erhalten, sagte Windhorst. Der aktuelle Bau in Flensburg werde zu Ende gebracht. Es gebe auch fortgeschrittene GesprĂ€che und eine feste Absicht des Kunden, ein weiteres baugleiches Schiff hier bauen zu lassen. Auch mit anderen Kunden gebe es konkrete feste Vereinbarungen. Details wĂŒrden zu gegebener Zeit bekanntgegeben, sagte Windhorst.

Kurz nach GĂŒnthers Besuch in Rendsburg war zudem bekanntgeworden, dass das Insolvenzgericht in Hannover Haftbefehl gegen Windhorst erlassen und am Dienstag außer Vollzug gesetzt hat, nachdem sich beide Seiten auf einen Termin verstĂ€ndigt haben. Er soll in einem Insolvenzantragsverfahren Mitwirkungspflichten nicht nachgekommen sein. Windhorst hatte Beschwerde gegen den Haftbefehl eingelegt. Er hĂ€lt den Vorwurf nach Angaben seines Sprechers fĂŒr falsch.

@ dpa.de