WHO: LĂŒcke bei PflegekrĂ€ften nimmt etwas ab
12.05.2025 - 06:50:04Die weltweite LĂŒcke zwischen Bedarf und Zahl der FachkrĂ€fte habe 2020 noch 6,2 Millionen betragen, liege derzeit bei etwa 5,8 Millionen und werde bis 2030 voraussichtlich auf 4,1 Millionen sinken, teilte die WHO aus Anlass des Internationalen Tags der PflegekrĂ€fte (12.5.) mit. Der WHO-Report basiert auf Angaben aus 194 LĂ€ndern.
Die Entwicklung sei auf den ersten Blick ermutigend, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Allerdings können wir die Ungleichheiten, die die globale Pflegelandschaft prÀgen, nicht ignorieren." So seien etwa 80 Prozent der PflegekrÀfte in LÀndern tÀtig, die nur rund 50 Prozent der Weltbevölkerung ausmachten. Eine besonders hohe Pflegedichte im internationalen Vergleich gebe es in den reichen LÀndern.
Beruf ist weiter von Frauen dominiert
Die Ă€rmeren Staaten mĂŒssten mehr in die Ausbildung und AttraktivitĂ€t von ArbeitsplĂ€tzen im Pflegebereich investieren, heiĂt es in dem WHO-Bericht weiter. Gleichzeitig sollten sich die reichen Staaten auf die wachsende Zahl der altersbedingt ausscheidenden PflegekrĂ€fte einstellen.
Mit einem Anteil von 85 Prozent arbeiten laut WHO weiter fast ausschlieĂlich Frauen in der Branche. Die Altersstruktur sei weltweit gesehen nicht ungĂŒnstig. 33 Prozent der BeschĂ€ftigten sei weniger als 35 Jahre alt. Jede fĂŒnfte Pflegekraft werde voraussichtlich in den nĂ€chsten zehn Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden, so der Bericht.
Forderung: Wohlbefinden der PflegekrÀfte wichtiger nehmen
Viele Staaten kĂŒmmerten sich zu wenig um die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der BeschĂ€ftigten, kritisierte die WHO. Nur 42 Prozent der befragten LĂ€nder verfĂŒgten ĂŒber MaĂnahmen zur psychischen UnterstĂŒtzung von PflegekrĂ€ften, trotz gestiegener Arbeitsbelastung und traumatischer Erfahrungen wĂ€hrend und seit der Covid-19-Pandemie. "Dies zu Ă€ndern ist unerlĂ€sslich, um qualifizierte FachkrĂ€fte zu halten und die QualitĂ€t der Pflege sicherzustellen", heiĂt es in dem Report.

