Verfahren, Klette-AnwÀlte

Kein faires Verfahren? Klette-AnwÀlte fordern Einstellung

25.03.2025 - 14:20:40

Die AnwÀlte der Ex-RAF-Terroristin fordern die Einstellung des Verfahrens. Sie beklagen eine Vorverurteilung. Aus ihrer Sicht ist ein fairer, rechtsstaatlicher Prozess nicht möglich.

Die Verteidigung der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette hat die Einstellung des Verfahrens am Landgericht Verden und die Aufhebung des Haftbefehls gefordert. Gegen die 66-JĂ€hrige sei kein fairer, rechtsstaatlicher Prozess möglich, heißt es in dem Antrag, den die AnwĂ€lte am ersten Prozesstag stellten. Die Verteidigung befĂŒrchtet ein politisches Verfahren, obwohl aus ihrer Sicht die ehemalige RAF-Mitgliedschaft nicht bewiesen ist.

Allein das Ausmaß der Sicherheitsmaßnahmen weise Anzeichen eines Terrorismusverfahrens und damit einer Vorverurteilung Klettes auf, fĂŒhrten die AnwĂ€lte aus. Nach Auffassung der Verteidigung hat das Landgericht Verden die von der Staatsanwaltschaft hergestellten RAF-BezĂŒge bei der Zulassung der Anklage ĂŒbernommen. Die Bedeutung der Auflösung der RAF aus dem Jahre 1998 werde bei der Bewertung der angeklagten Taten nicht berĂŒcksichtigt. 

Die Verteidigung wirft der Staatsanwaltschaft vor, die RAF zu dĂ€monisieren und ihre Mitglieder als skrupellose Verbrecher darzustellen. Es sei nicht davon auszugehen, dass das Gericht den RAF-Hintergrund vollstĂ€ndig ausblende und ein normales Strafverfahren gegen Klette durchfĂŒhren werde.

@ dpa.de