Weltcup, Wintersport

Rodel-Weltcupstart in Igls abgesagt - Auftakt in Winterberg

15.11.2025 - 12:54:57

Die Bahn in Innsbruck/Igls ist im unteren Teil neu gebaut und weist technische MÀngel aus. Die Bahn wird nicht freigegeben, der Saisonstart findet nun in Winterberg statt. Die Bobs können fahren.

  • Der Eiskanal ist im unteren Abschnitt neu gebaut worden und wird nun wegen technischer MĂ€ngel nicht freigegeben. (Archivbild) - Foto: Expa/Johann Groder/APA/dpa

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  • In Winterberg findet nun der Saisonauftakt statt. (Archivbild) - Foto: David Inderlied/dpa

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Der Eiskanal ist im unteren Abschnitt neu gebaut worden und wird nun wegen technischer MĂ€ngel nicht freigegeben. (Archivbild) - Foto: Expa/Johann Groder/APA/dpaIn Winterberg findet nun der Saisonauftakt statt. (Archivbild) - Foto: David Inderlied/dpa

Der Start des Rodel-Weltcups vom 5. bis 7. Dezember kann nicht wie geplant im österreichischen Igls stattfinden. Der fĂŒr 30 Millionen Euro umgebaute untere Teil des Eiskanals wurde vom Internationalen Rodelverband FIL wegen technischer Fehler nicht freigegeben. Dies teilte der Weltverband mit, nachdem die Bahn trotz intensiver Nacharbeiten in den vergangenen Tage die technischen Anforderungen der FIL nicht vollstĂ€ndig erfĂŒllt. Der Saisonauftakt findet nun im sauerlĂ€ndischen Winterberg statt. Anders als die Rodler dĂŒrfen die Bob- und Skeletonpiloten ihren Weltcup-Auftakt vom 28. bis 30. November in Igls bestreiten.

Vor den Rodlern hatten in der vergangenen Woche bereits die Bob- und Skeleton-Athleten das Sturz- und Verletzungsrisiko als zu hoch eingestuft. Im Detail handelt es sich um die Kurven 13 und 14. Anpassungen, die vom Bahndesigner und der Olympiaworld Innsbruck umgesetzt und genehmigt wurden, ermöglichten hingegen die Homologierung fĂŒr diese Disziplinen durch den Bob-Weltverband IBSF. Viererbob-Testfahrten werden mit Beginn der nĂ€chsten Woche erfolgen.

Österreichs Verband fĂŒrchtet Wettbewerbsnachteil

«Wir werden unsere Sportler nicht einem derart hohen Verletzungsrisiko aussetzen, das wĂ€re unverantwortlich», sagte ÖRV-Cheftrainer Christian Eigentler, der Konsequenzen befĂŒrchtet. «Wir verlieren ausgerechnet in einer Olympiasaison den Heim-Weltcup und unsere wichtigste TrainingsstĂ€tte. FĂŒr uns ist das ein klarer Wettbewerbsnachteil.»

ÖRV-PrĂ€sident Markus Prock ist mĂ€chtig verĂ€rgert. «Der Igler Eiskanal wurde modifiziert, um den Weltcupstatus fĂŒr Bob und Skeleton zu sichern und ist jetzt fĂŒr die Rodler nicht befahrbar. Da fehlt völlig das VerstĂ€ndnis, zumal sehr viel Geld im Spiel ist. Wir fordern einen Umbau und gehen davon aus, dass die Verantwortlichen hier alsbald die notwendigen Maßnahmen einleiten», sagte der Verbandschef.

@ dpa.de