Regierung, Cannabis-Legalisierung

Ärztekammer: Neue Regierung sollte Cannabis-Legalisierung aufheben

01.12.2024 - 00:00:00

Die BundesĂ€rztekammer hat die nĂ€chste Bundesregierung aufgefordert, die teilweise Legalisierung von Cannabis zurĂŒckzunehmen, eine Zuckersteuer einzufĂŒhren und die Werbung fĂŒr gesundheitsschĂ€digende Produkte einzuschrĂ€nken.

Die Förderung gesunder LebensfĂŒhrung und der Gesundheitskompetenz der Menschen sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht ausschließlich im Gesundheitswesen verortet werden könne, heißt es in einem Positionspapier der BundesĂ€rztekammer zur Bundestagswahl im Februar, ĂŒber das die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Sonntagausgaben) berichten. "Die gesetzlichen Regelungen zur Legalisierung von Cannabis als Genussmittel sind vollstĂ€ndig zurĂŒck zunehmen", empfiehlt die Kammer. Zudem sollten neben der EinfĂŒhrung einer Zuckersteuer die Abgaben auf Tabak- und Nikotinprodukte erhöht werden.

Die Erlöse daraus sollten in das Gesundheitswesen fließen. Einweg-E-Zigaretten und Aromastoffe in E-Zigaretten sollten nach Empfehlung der Ärztekammer verboten werden. Kinder und Jugendliche mĂŒssten zudem wirksam vor ĂŒbermĂ€ĂŸigem Konsum zucker- und fetthaltiger Lebensmittel geschĂŒtzt werden, unter anderem durch ein Verbot von Werbung fĂŒr gesundheitsschĂ€digende Produkte, die sich direkt an Kinder und Jugendliche richte. FĂŒr das Gesundheitswesen fordert die BundesĂ€rztekammer unter anderem eine bessere Steuerung der Patienten. Konkret schlĂ€gt die Kammer vor, dass Patienten immer zuerst zu ihrem "PrimĂ€rarzt" gehen, der dann die Weiterbehandlung koordiniert und Überweisungen ausstellen solle. Als "PrimĂ€rarzt" komme der Hausarzt oder bei Chronikern auch ein entsprechender Facharzt in Frage. Als Anreiz fĂŒr die Versicherten schlĂ€gt die Ärztekammer unter anderem "attraktive Krankenkassen-Wahltarife" vor. Die Ärzteorganisation verlangt zudem, den Einfluss von Finanzinvestoren bei Arztpraxen zu begrenzen. "Die unzulĂ€ssige Einflussnahme von Dritten muss durch entsprechende gesetzliche Regulierungen verhindert werden", heißt es in dem Positionspapier.

@ dts-nachrichtenagentur.de