LĂ€nder wollen vom Bund mehr Geld fĂŒr HĂ€fen
21.03.2025 - 12:23:45Die LĂ€nderkammer stimmte in Berlin einem EntschlieĂungsantrag von Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu. Darin heiĂt es, der Bund habe die Möglichkeit, LĂ€ndern Finanzhilfen fĂŒr besonders bedeutsame Investitionen wie bedeutende Hafenprojekte zu gewĂ€hren.
Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) sagte im Bundesrat, die HĂ€fen seien ein Grundpfeiler der deutschen Wirtschaft und ein unverzichtbarer Teil der Verkehrsinfrastruktur. Entgegen der gesamtstaatlichen Bedeutung der HĂ€fen wĂŒrden die anfallenden Aufgaben aktuell aber fast ausschlieĂlich von LĂ€ndern und Kommunen finanziert. Pro Jahr gebe es vom Bund nur einen sogenannten Hafenlastenausgleich von 38 Millionen Euro fĂŒr besondere finanzielle Belastungen durch die SeehĂ€fen. Die HĂ€fen Rotterdam und Antwerpen dagegen, mit denen deutsche HĂ€fen in einem heftigen Wettbewerb stĂŒnden, seien in den Niederlanden und Belgien von nationaler strategischer Bedeutung.
Damit die deutschen HĂ€fen europaweit und international wieder konkurrenzfĂ€hig sind, seien in den nĂ€chsten zehn Jahren mindestens 5 Milliarden Euro notwendig, sagte Bovenschulte. Der Bund könne Mittel vom Bundesanteil des neuen Sondervermögens fĂŒr Infrastruktur bereitstellen.

