Bund, Wohnungsabrisse

Bund fördert verstÀrkt Wohnungsabrisse im Osten

13.11.2023 - 12:35:09

Die Bundesregierung fördert im Osten verstÀrkt den Abriss von Wohnungen.

Das geht aus der Antwort des Bundesbauministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay hervor, ĂŒber die das Nachrichtenportal T-Online berichtet. 3.368 Wohnungen wurden demnach 2022 in Ostdeutschland mit finanzieller UnterstĂŒtzung der Bundesregierung abgerissen - ein Plus von 28 Prozent gegenĂŒber 2021, als es nur 2.631 geförderte Abrisse waren.

Spitzenreiter war dabei das Land Sachsen mit dem geförderten Abriss von 1.004 Wohnungen, dicht gefolgt von Brandenburg (898) und Sachsen-Anhalt (881). Auf Platz vier und fĂŒnf folgen mit Abstand Mecklenburg-Vorpommern (363) und ThĂŒringen (222). Im Osten Deutschlands wird der Abriss von Wohnungen vom Bund besonders gefördert, Grund sind "strukturelle WohnungsleerstĂ€nde". Lay kritisiert die Entwicklung scharf: "Fast ein Drittel mehr geförderte Abrisse in Ostdeutschland ist angesichts des hohen Bedarfs an Wohnungen völlig unverstĂ€ndlich", sagte die bau- und mietenpolitische Sprecherin der Linksfraktion dem Nachrichtenportal. In vielen StĂ€dten wĂŒrden intakte Wohnungen abgerissen. "Das ist weder sozial noch ökologisch verantwortlich." Lay fordert: "Wir brauchen sofort ein gesetzliches Abrissmoratorium, insbesondere fĂŒr StĂ€dte mit angespannten WohnungsmĂ€rkten." Statt einer Abrissförderung sollten Kommunen die Altschulden erlassen und Wohnungen verstĂ€rkt saniert werden. "So werden Ansiedlungen und ZuzĂŒge möglich und sogar attraktiv."

@ dts-nachrichtenagentur.de