Insa-Umfrage: Mehrheit mit Regierung und Kanzler unzufrieden
10.08.2025 - 00:01:37Knapp 100 Tage nach Start der Koalition ist die Mehrheit der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger einer neuen Umfrage zufolge unzufrieden mit der Bundesregierung und mit Kanzler Friedrich Merz (CDU). In einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa fĂŒr die «Bild am Sonntag» Ă€uĂerten sich 60 Prozent entsprechend, nur 27 Prozent sind demnach zufrieden mit der Arbeit von CDU/CSU und SPD. 13 Prozent machten keine Angabe. Anfang Juni, also rund ein Monat nach Amtsantritt von Schwarz-Rot, waren noch 37 Prozent zufrieden und nur 44 Prozent unzufrieden.
Ăhnlich sieht das Meinungsbild fĂŒr den Regierungschef aus: Nur 30 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, 59 Prozent sehen Merz kritisch. Mit dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) waren laut Angaben der «Bild» nach 100 Tagen im Amt im MĂ€rz 2022 43 Prozent der Befragten zufrieden, nur 41 Prozent unzufrieden.
Keine Mehrheit fĂŒr Schwarz-Rot
In der aktuellen Befragung gaben 26 Prozent an, dass Merz (eher) bessere Arbeit als Scholz leiste. 41 Prozent finden seine Arbeit weder besser noch schlechter, 27 Prozent finden sie (eher) schlechter.Â
Im Vergleich zur Ampel-Koalition leistet Schwarz-Rot nach EinschĂ€tzung von 28 Prozent der Umfrage-Teilnehmer (eher) bessere Arbeit, 24 Prozent meinen das Gegenteil. 38 Prozent sehen keinen Unterschied.Â
Nach dem aktuellen Sonntagstrend der «Bild am Sonntag» hĂ€tte Schwarz-Rot derzeit auch keine Regierungsmehrheit. Union und SPD kĂ€men unverĂ€ndert auf 27 beziehungsweise 15 Prozent. ZweitstĂ€rkste Kraft wĂ€re derzeit die AfD mit weiterhin 25 Prozent, gefolgt von den GrĂŒnen mit unverĂ€ndert 11 Prozent und der Linken mit 9 Prozent (â1). Das BĂŒndnis Sahra Wagenknecht (BSW) bleibt bei 4 Prozent. Die FDP kommt auf 4 Prozent (+1).
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. GrundsÀtzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider.


