MilitÀr

Bundesinnenministerium will weitere 30 Millionen fĂŒr Drohnenabwehr

Veröffentlicht am: 14.11.2025 um 16:39 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die Bundesregierung will noch in diesem Jahr zusĂ€tzliche 30 Millionen Euro fĂŒr die Drohnenabwehr ausgeben sowie bis zu 50 Millionen Euro zusĂ€tzlich im nĂ€chsten Jahr.

Drohne (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Drohne (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einer Vorlage des Bundesfinanzministeriums hervor, aus der der "Tagesspiegel" in seiner Samstagausgabe berichtet. In dem Dokument hatte das Bundesinnenministerium argumentiert, man brauche das Geld schnell, um Drohnenabwehrsysteme fĂŒr die Bundespolizei kaufen zu können.

Konkret gehe es darum, Drohnen zu entdecken und abzuwehren. In der Vorlage heißt es, das Bundesinnenministerium habe "dargelegt, dass die Mittel zeitnah zur Sicherstellung von Beauftragungen im Rahmen der Beschaffung von Drohnenabwehrsystemen fĂŒr die Bundespolizei benötigt wĂŒrden, um der verĂ€nderten polizeilichen Lage im Bereich der FlughĂ€fen, des Liegenschaftsschutzes sowie der kritischen Infrastrukturen gerecht zu werden". Laut Haushaltsvorlage, die in der Haushaltsbereinigungssitzung beschlossen wurde, sei es nun zwingend, noch in diesem Jahr zusĂ€tzliche 30 Millionen Euro zu investieren. In der BegrĂŒndung heißt es zudem, bei der Verabschiedung des Haushalts, also im September, sei der entsprechende Bedarf noch nicht ersichtlich gewesen. Gleichzeitig sei es angesichts der GefĂ€hrdungslage nicht vertretbar, auf den nĂ€chsten Haushalt zu warten. Konkret heißt es: "Das BedĂŒrfnis fĂŒr die beantragte ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgabe und die außerplanmĂ€ĂŸige VerpflichtungsermĂ€chtigung ist unvorhergesehen. Obgleich sich die Bundespolizei seit geraumer Zeit mit der Aufgabe der Drohnenabwehr befasste, erfordert die zuletzt rasante Entwicklung und Zahl konkreter Gefahrensituationen eine deutliche Intensivierung und erhebliche zeitliche VerkĂŒrzung der Beschaffungsplanungen fĂŒr Systeme der Detektion und Abwehr von Drohnen im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Bundespolizei. Diese Entwicklungen in Verbindung mit einer belastbaren Bezifferung eines entsprechenden Bedarfes waren zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2025 noch nicht ersichtlich." Die GrĂŒnen fordern nun ein konkretes Konzept zur Drohnenabwehr. GrĂŒnen-Innenexperte Leon Eckert sagte gegenĂŒber dem "Tagesspiegel", DrohnenĂŒberflĂŒge stellten ein nicht zu unterschĂ€tzendes Sicherheitsrisiko fĂŒr unsere kritischen Infrastrukturen dar. Der GrĂŒnen-Politiker forderte allerdings gleichzeitig: "Deshalb braucht es jetzt schnell ein schlĂŒssiges Gesamtkonzept, wie die Bundesregierung dieser Gefahr fĂŒr die Resilienz unserer Systeme begegnen will - und das fehlt bis heute." Dobrindt kĂŒndige ein Drohnenabwehrzentrum an und bekomme jetzt im laufenden Haushaltsjahr zusĂ€tzliche 30 Millionen Euro. "Doch wer 30 Millionen Euro ausgeben will, sollte genau wissen, wofĂŒr - und das auch dem Parlament darlegen. Denn ohne klare Konzepte und eindeutige Kompetenzen hilft auch die beste Technik nur bedingt."

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