CDU, BSW

CDU: Zwischen BSW und AfD wÀchst zusammen, was zusammengehört

04.07.2025 - 13:04:29

Die CDU warnt vor einer AnnÀherung von AfD und BSW.

"Es wĂ€chst zusammen, was zusammengehört", sagte Sepp MĂŒller, Vize-Fraktionschef der Union fĂŒr Ostdeutschland, dem "Stern". "Die Rechten wollen unsere Demokratie zerstören, und auch Wagenknechts Bewegung verfolgt keinen anderen Kurs", sagte der Sachsen-Anhalter. MĂŒller sagte weiter: "Umso wichtiger ist ein klarer Kompass: Mit festen Werten und Haltung gewinnen wir Vertrauen." Das wĂŒrden auch die aktuellen Umfragen zeigen.

Zuvor hatte AfD-Chef Tino Chrupalla bei der "Welt"-TV ĂŒber GesprĂ€che seiner Partei mit der Partei von Sahra Wagenknecht berichtet. Inhalt der GesprĂ€che sei die Frage gewesen, "wie man Mehrheiten verĂ€ndern kann". Die BSW-Chefin widersprach zwar der Darstellung, dass es "aktuell" GesprĂ€che auf Bundesebene gebe. NatĂŒrlich wĂŒrde sie aber mit Tino Chrupalla grundsĂ€tzlich reden, erklĂ€rte die Parteichefin. Auslöser der Debatte war ein Treffen des ThĂŒringer BSW-Landtagsfraktionschefs Frank Augsten mit dem dortigen AfD-Fraktionschef und Rechtsextremisten Björn Höcke. Auch die Linke Ă€ußerte scharfe Kritik an den offenbar stattfindenden GesprĂ€chen zwischen der AfD und dem BSW auf Bundesebene. Der BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Partei, Janis Ehling, sagte der "Rheinischen Post" (Samstag): "Es fĂ€llt mir immer schwerer, mir vorzustellen, dass diese Leute zumindest in Teilen einmal in unserer Partei waren. Wer mit Faschisten kuschelt, verrĂ€t alles, wofĂŒr Linkssein steht." Zum BSW sagte Ehling weiter, ihm sei "immer weniger klar, wofĂŒr diese Partei eigentlich steht". Die GrĂŒnen warnen derweil vor Gefahren durch eine mögliche Zusammenarbeit von AfD und BSW. ParlamentsgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Irene Mihalic sagte der "Rheinischen Post": "Da scheint nun zusammenzuwachsen, was sich schon von Anfang zusammengehörig fĂŒhlte." Mihalic ergĂ€nzte: "Nationalismus, Abschottung, Putin-NĂ€he - da gab es schon immer einen breiten Grundkonsens von Höcke bis Wagenknecht." Die anderen Parteien mĂŒssten daher "die Bedrohung fĂŒr unser demokratisches Gemeinwesen wahrnehmen, sich vor allem aber in Form und Inhalt klar von diesem Ungeist der Spaltung und Zersetzung abgrenzen", sagte Mihalic.

@ dts-nachrichtenagentur.de