Verbraucherzentrale will zeitliche BeschrĂ€nkung fĂŒr Tierwohlabgabe
08.02.2024 - 00:00:00"Wichtig ist hierbei, dass die Abgabe an konkrete Bedingungen gekoppelt wird", sagte Pop. Die Zahlungen sollten nur den Landwirten zugutekommen, die nachweislich fĂŒr mehr Tierwohl in ihren StĂ€llen sorgen. "DarĂŒber hinaus mĂŒssen die gesetzlichen Standards fĂŒr die Tierhaltung stufenweise angehoben werden." Die Abgabe dĂŒrfe nicht zu lange erhoben werden, forderte sie. "Die Tierwohlabgabe ist sinnvoll, um den Umbau der Tierhaltung zu unterstĂŒtzen, allerdings nur zeitlich beschrĂ€nkt", sagte Pop. Sie dĂŒrfe nicht zu einer dauerhaften finanziellen Belastung fĂŒr Verbrauchern werden. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Ăzdemir (GrĂŒne) will eine Verbauchsteuer auf Fleisch einfĂŒhren. Die Einnahmen sollen erklĂ€rtermaĂen fĂŒr mehr Tierwohl eingesetzt werden. Sie wĂŒrden jedoch wohl zunĂ€chst dem regulĂ€ren Bundeshaushalt zuflieĂen, um nicht gegen EU-Recht zu verstoĂen. Der Vorschlag einer Tierwohlabgabe stammt vom "Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung", hĂ€ufig auch nach ihrem Vorsitzenden, Ex-Landwirtschaftsminister Jochen Borchert (CDU), "Borchert-Kommission" genannt. Die Expertenkommission war 2019 von der damaligen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) eingesetzt worden. Dem Gremium gehörten Vertreter der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft, UmweltverbĂ€nde, VerbraucherschĂŒtzer und Wissenschaftler an. Im Protest gegen die ausbleibende Umsetzung der VorschlĂ€ge löste sich das Gremium 2023 auf.


