CSU, VerschÀrfung

CSU fordert VerschÀrfung des Streikrechts

11.03.2024 - 12:45:22

Die CSU fordert in Anbetracht des neuerlichen Bahnstreiks eine VerschÀrfung des Streikrechts.

"Es mĂŒssen Grenzen gezogen werden, wenn das Leben der Menschen dauerhaft gestört ist sowie Lieferketten und Infrastruktur komplett lahmgelegt werden", sagte der Fraktionschef der CSU im bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Dienstagsausgabe). Holetschek fordert konkret: "Die EinfĂŒhrung einer verpflichtenden Schlichtung nach einem bestimmten Zeitraum und feste Fristen vor und zwischen neuen Streiks. ZusĂ€tzlich mĂŒssen wir verpflichtende Vereinbarungen zur Mindestversorgung festsetzen und wesentliche Merkmale des Arbeitskampfes endlich gesetzlich kodifizieren." Zwar sei Streiken ein verfassungsrechtlich geschĂŒtztes Gut, "aber inflationĂ€res Streiken schĂ€digt das Ansehen unseres Landes und den Wirtschaftsstandort Deutschland", so Holetschek.

Mit den PlĂ€nen soll sich demnĂ€chst der bayerische Landtag auseinandersetzen. Der Bahnstreik gefĂ€hrdet nach Ansicht der Vorsitzenden der Mittelstandsunion (MIT) von CDU/CSU, Gitta Connemann, die Energieversorgung in Deutschland. Connemann sagte der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe): "Die Energieversorgung steht in Deutschland auf dem Spiel. Der Streik gefĂ€hrdet die Energietransporte der Bahn." Deutschland sei inzwischen wieder Kohleverstromungsland "und deshalb auf die Kohletransporte angewiesen", ergĂ€nzte die CDU-Politikerin. "Das sind keine Nadelstiche mehr. Der Streik ist ein Angriff auf den Wirtschaftsstandort Deutschland." Der Ausstand fĂŒhre zu "erheblichen" Produktionsverzögerungen. "Am Ende gefĂ€hrdet dies auch ArbeitsplĂ€tze", so die MIT-Bundesvorsitzende. Connemann fordert eine gesetzliche Regelung des Streikrechts. "Es darf keinen Streik im Umfeld von Feiertagen geben. Und es braucht zwingend eine AbkĂŒhlphase fĂŒr Betriebe, um sich nach einem Streik regenerieren zu können." Zugleich begrĂŒĂŸt sie die Klage der Bahn gegen den neuen GDL-Streik: "Angesichts der immensen Betroffenheit kann ich verstehen, dass die Bahn auch zum Schutz ihrer Kunden von Rechtsmitteln Gebrauch macht", sagte Connemann.

@ dts-nachrichtenagentur.de