CSU, Klage

CSU prĂŒft Klage gegen Gesetz zur Cannabis-Legalisierung

26.02.2024 - 13:50:15

Die CSU prĂŒft eine Klage gegen die gesetzliche Grundlage zur geplanten Teillegalisierung von Cannabis.

"Wir vonseiten des Freistaats Bayern, wir werden uns an allem beteiligen, was dieses Gesetz außer Kraft oder verzögert oder spĂ€ter oder anders in Szene setzen lĂ€sst", sagte Parteichef Markus Söder am Montag nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in MĂŒnchen. "Wir prĂŒfen alle Klagen von der Zustimmungspflichtigkeit bis zur generellen BeschĂ€digung. Und ich kann heute schon sagen, wir werden dieses Gesetz extremst restriktiv anwenden."

"Dieses Gesetz ist nicht nur ein Schaden fĂŒr junge Menschen, ist nicht nur eine GefĂ€hrdung der Sicherheit fĂŒr junge Leute und der Gesundheit, sondern das Gesetz ist schlichtweg nicht umsetzbar", betonte der bayerische MinisterprĂ€sident. Viele wichtige Fragen seien ungeklĂ€rt - etwa wer kontrolliere, ob die Zonen um Schulen und KindergĂ€rten, in denen der Konsum nicht gestattet sei, eingehalten wĂŒrden. Zweifelhaft sei auch, wie mit den vielen laufenden Rechtsverfahren umzugehen sei. "Sollen die einfach gestrichen werden?"

Auf Nachfrage erklĂ€rte Söder, nun werde unter anderem geprĂŒft, ob das Gesetz wegen seiner Auswirkungen auf die LĂ€nder nicht auch im Bundesrat zustimmungspflichtig sei. Auch mĂŒsse geklĂ€rt werden, ob sich durch das Gesetz keine ungelösten Sicherheitsfragen ergeben hĂ€tten. Söder rĂ€umte aber ein, dass diese PrĂŒfung sehr schwierig sei und daher sorgfĂ€ltig abgewogen werden mĂŒsse, ob es eine Klage geben könne.

Ungeachtet aller Rechtsfragen kĂŒndigte Söder an, dass Bayern weiter kein gutes Pflaster fĂŒr Cannabis-Freunde sein werde: "Wer mit dem Thema Cannabis glĂŒcklicher werden will, der ist woanders besser aufgehoben als in Bayern. Das werden wir garantieren."

Nach dem Bundestagsbeschluss fĂŒr eine kontrollierte Freigabe von Cannabis richten sich die Blicke auf die letzte HĂŒrde im Bundesrat. Möglicherweise schicken die LĂ€nder das Gesetz bei der Sitzung am 22. MĂ€rz in den Vermittlungsausschuss. Neben der Kritik von MedizinverbĂ€nden, Rechtsexperten und Innenpolitikern sind auch aus den LĂ€ndern EinwĂ€nde laut geworden, dass die Legalisierung und die verbundenen Umstellungen schon zum 1. April greifen sollen.

@ dpa.de