Gesundheit, Arbeitsmarkt

Union gegen VerlÀngerung der Karenzzeit

14.10.2025 - 08:59:24

Die Debatte um die VorschlĂ€ge der KassenĂ€rzte zur Lockerung der Regeln zur Krankmeldung im Arbeitsalltag ist in der Politik auf ein geteiltes Echo gestoßen.

Kritik kam aus der Unionsfraktion im Bundestag: "Eine VerlĂ€ngerung der Karenzzeit mag auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, sie greift aber zu kurz", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU, Simone Borchardt, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Wer krank sei, mĂŒsse frĂŒhzeitig Zugang zu medizinischer Diagnose und Behandlung haben. Andernfalls steige das Risiko, Erkrankungen zu ĂŒbersehen.

"Die stetig steigenden Krankmeldungen mĂŒssen ernst genommen werden. Pauschale Ausweitungen ohne Kontrolle oder Fehlanreizkorrektur gefĂ€hrden das Vertrauen in das Solidarsystem", so die CDU-Politikerin. Positiv bewerteten die GrĂŒnen den Vorschlag von KBV-Chef Andreas Gassen: "Er ermöglicht es, nicht zwingend notwendige Arztbesuche zu vermeiden und damit verbundene Kosten einzusparen. Zudem können Arztpraxen so entlastet werden", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Armin Grau, dem RND. "Auch Arbeitnehmern kommt dies entgegen, etwa durch weniger Aufwand im Krankheitsfall und die Vermeidung von Infektionsgefahren im Wartezimmer." Wie hoch die Ersparnisse genau seien, mĂŒsse valide ermittelt werden. In der Debatte um Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung hatte KBV-Chef Gassen eine Lockerung bei den Krankschreibungen vorgeschlagen. Die gesetzliche Möglichkeit fĂŒr Arbeitgeber, bereits in den ersten drei Tagen eine Krankschreibung zu verlangen, sollte abgeschafft werden. Gassen sprach sich außerdem dafĂŒr aus, die bisherige Frist von drei Tagen zur Vorlage eines Ă€rztlichen Attests generell auf vier oder fĂŒnf Tage anzuheben.

@ dts-nachrichtenagentur.de

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